Die Schwenninger triumphieren gegen die Löwen: Wild-Wings-Angreifer Kyle Platzer (rechts) gegen den Frankfurter Chris Wilkie. Foto: Eibner /Attila Ziga

Die Wild Wings überzeugen beim 2:1 in Frankfurt mit einer konzentrierten Leistung. Zwei sehenswerte Treffer ebnen den Weg zu den drei Punkten. Sonderzug-Party startet nun.

Die Wild Wings haben am Sonntagnachmittag in der DEL in Frankfurt beim 2:1-Sieg drei wichtige Punkte im Kampf um einen Play-off-Platz eingefahren. Siegtorschütze Sebastian Uvira sprach anschließend von einem „ganz wichtigen Sieg. Wir haben uns in den letzten Spielen wieder Selbstvertrauen aufgebaut.“ Die Schwenninger verteidigten damit Rang zehn, haben auch den dritten Saisonvergleich mit Frankfurt für sich entschieden.

 

Die Ausgangslage

Bei den Schwenningern, begleitet von rund 600 Fans im Sonderzug, fehlten Zach Senyshyn und Dominik Bittner (beide erkrankt). Kyle Platzer, der sich in Augsburg am Freitag in der Schlussphase eine Knieblessur zugezogen hatte, war wieder dabei. Ebenso kehrte Mirko Höfflin nach seiner Pause wieder zurück in den Angriff. Joacim Eriksson stand im Schwenninger Tor.

Bei den Frankfurtern, die am Freitag mit 3:2 in Berlin gewonnen hatten, hütete Mirko Pantkowski das Tor. Der neue Keeper, Dustin Tokarski, saß als überzähliger Importspieler beim Tabellenvorletzten auf der Tribüne.

Alex Karachun trifft in Unterzahl

Die ersten Minuten gehörten den Frankfurtern. Deshalb war die 1:0-Führung der Hessen durch Cameron Brace (5.), der kurz nach einem Lattenschuss die Scheibe ins Tor der Wild Wings „wuchtete“. Die Gäste fanden besser ins Spiel rein, fuhren einige aussichtsreiche Konter und kamen – in Unterzahl – durch einen sehenswerten Treffer von Alex Karachun (11. Saisontor/200. DEL-Punkt) – zum verdienten 1:1-Ausgleich in der 17. Minute.

Frankfurts Torschütze Cameron Brace war in der ersten Pause enttäuscht: „Schwenningen ist offensichtlich nicht unser Lieblingsgegner. Das Gegentor im Powerplay ist ärgerlich.“

Gute Leistung im Mitteldrittel

Im Mittelabschnitt zeigten die Wild Wings eine gute Leistung – vor allem defensiv. In den zentralen Zonen machten sie clever für Frankfurt die Räume eng und ließen in dieser Phase kaum etwas zu. Die Gäste besaßen im zweiten Drittel mehr Spielanteile und gingen in der 38. Minute – nach einigen „Halbchancen“ – völlig verdient mit 2:1 in Führung. Der starke Kapitän Thomas Larkin hatte Sebastian Uvira aufgelegt, der mit einem herrlichen Schuss Pantkowski im Löwen-Tor keine Chance ließ.

Vor dem Schlussabschnitt lobte Schwenningens Boaz Bassen sein Team für „eine sehr gute Leistung bis jetzt. Wir spielen mit viel Selbstvertrauen, können nach Rückständen immer wieder zurückkommen. So müssen wir weitermachen.“

Am Ende wird es noch spannend

Im letzten Drittel waren sechs Minuten gespielt, als ein Treffer von Frankfurts Jakob Lilja wegen Torhüterbehinderung – zu Recht – nicht gegeben wurde. Anschließend konnten die Neckarstädter ein Überzahlspiel nicht zur Vorentscheidung nutzen. 27 Sekunden vor dem Ende wurde es für die Gäste noch einmal heiß: Verteidiger Arkadiusz Dziambor kassierte eine Strafe. In der Konstellation Sechs-gegen-Vier brachten die Löwen noch drei gefährliche Schüsse an. Doch um 16.10 Uhr jubelten die Wild Wings über einen wichtigen Auswärtssieg. Die Party im Sonderzug der Fans konnte zeitnah beginnen.

Statistik

Frankfurt – Wild Wings 1:2 (1:1, 0:1, 0:0).

Tore: 1:0 Brace (4:25 – Assists: Wedman, Lilja), 1:1 Karachun (16:55 – Szwarz), 1:2 Uvira (37:49 – Larkin).

Strafen: Frankfurt: 4 – Wild Wings: 6.

Schiedsrichter: Rohatsch/Iwert.

Zuschauer: 6990 (ausverkauft