Nach sechs Niederlagen in den vergangenen drei Jahren in Bremerhaven jubeln die Schwenninger wieder. Auch der lange verletzte Philip Feist trifft beim sehr wichtigen 5:2.
Die Wild Wings haben am Sonntagabend in der DEL in Bremerhaven nach einer guten Leistung verdient mit 5:2 gewonnen und damit eminent wichtige Punkte für die Playoff-Qualifikation eingefahren. Besonders bemerkenswert: Nach drei Jahren und sechs Niederlagen in Folge gewann der Tabellenzehnte wieder einmal an der Nordseeküste. Auch dem lange verletzten Philip Feist gelang ein Traumtor. Er lobte sein Team: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt.“
Die Ausgangslage
In Bremerhaven stand Joacim Eriksson im Tor. Top-Scorer Tyson Spink (muskuläre Probleme) fehlte weiterhin. Boaz Bassen, zuletzt in der Defensive eingesetzt, agierte im Angriff. „Wir brauchen eine stabile Defensive gegen Bremerhaven und viel Energie“, sagte Verteidiger Dominik Bittner vor dem Spiel.
Die Pinguins hatten am Freitagabend in einem sehr engen Heimspiel gegen Köln mit 2:4 verloren und wollten sich gegen die Neckarstädter natürlich rehabilitieren. Die Mannschaft von Trainer Alex Sulzer braucht jeden Punkt, um den wichtigen sechsten Playoff-Platz gegenüber den Eisbären zu verteidigen.
Martinsson-Tor für den Feinschmecker
Die Wild Wings begannen richtig stark , waren das tonangebende Team. Doch dann kassierte Phil Hungerecker die erste Strafe. Im Unterzahlspiel fehlte den Gästen kurz einmal eine griffige Zuordnung – Ziga Jeglic hatte zu viel Platz und hämmerte die Scheibe zum 1:0 für den Tabellensechsten rein.
Doch die Neckarstädter übernahmen gleich wieder das Kommando und besaßen durch Kyle Platzer eine hochkarätige Chance zum Ausgleich. 1:1 stand es aber dann vor 50 mitgereisten Wild-Wings-Fans nach 13 Minuten. Eric Martinsson hatte die Scheibe über die gesamte Spielfläche geführt und Leon Hungerecker überwunden. Ein Tor für den Eishockey-Feinschmecker. Zuvor war den Norddeutschen – zu Recht – ein Treffer von Vladimir Eminger wegen Torhüterbehinderung nicht anerkannt worden.
Torschütze Martinsson war in der ersten Pause mit der Leistung seiner Mannschaft bis dahin einverstanden, „doch wir müssen offensiv noch mehr kreieren“.
Sehenswerter Treffer von Philip Feist
Im Mitteldrittel knüpften die Schwäne an ihre gute Leistung in den ersten 20 Minuten an. Alex Karachun (23.) hätte die Gäste in Führung bringen können. Dies erledigte dann der lange verletzte Philip Feist (31.), der ebenfalls vor seinem zweiten Saisontreffer ein herrliches Solo durch die Bremerhavener Defensive zum 2:1 fuhr.
Es kam noch besser für das Walker-Team: Im Powerplay fälschte Tim Gettinger (3. Saisontor/37.) einen Distanzschuss von Thomas Larkin erfolgreich zum 3:1 für die Gäste ab.
Bremerhaven erhöht den Druck
Im Schlussabschnitt drehten die Pinguins natürlich noch einmal auf, erhöhten den Druck und kamen durch Matthew Abt (49.) zum 2:3-Anschluss. Doch die Wild Wings überstanden diese große Stressphase mit viel Einsatz und sorgten mit den beiden Empty-Net-Goals von Alex Karachun und Phil Hungerecker für einen ganz wichtigen 5:2-Sieg.
Statistik
Bremerhaven – Wild Wings 2:5 (1:1,0:2, 1:2).
Tore: 1:0 Jeglic (6:51/5:4 – Assists: Conrad, Hirose), 1:1 Martinsson (12:31 – Eriksson, Trivellato), 1:2 Feist (30:26 – Dziambor), 1:3 Gettinger (36:23/5:4 – Larkin), 2:3 Abt (48:03 – Bettahar, Herrmann), 2:4 Karachun (59:02/5:6), 2:5 Hungerecker (59:51/5:6 – Martinsson).
Strafen: Bremerhaven: 4 – Wild Wings: 4.
Schiedsrichter: Iwert/MacFarlane.
Zuschauer: 4753.