Aktuell der große Rückhalt, weil in einer überragenden Form: Wild-Wings-Torhüter Joacim Eriksson. Foto: Roland Sigwart

Für Schwenningen und Augsburg steht am Freitag in der DEL einiges auf dem Spiel. Wie die Wild Wings ihre Ausgangssituation sehen. Fragezeichen hinter Senyshyn und Höfflin.

Die Wild Wings (10./43) können an diesem Freitag in Augsburg (11./43) in der DEL einen wichtigen Schritt in Richtung Play-off-Qualifikation schaffen. Ab 19.30 Uhr stehen sich zwei Teams gegenüber, die jeweils nach einer langen „Durststrecke“ im Dezember nun wieder in Schwung kommen möchten.

 

Heimleistung gegen Ingolstadt ist nun der Gradmesser

Für die Wild Wings brechen nun Tage an, bei denen es gegen drei Direktkonkurrenten im Kampf um die Plätze sieben bis zehn geht. Nach dem Spiel in Augsburg geht es am Sonntag in Frankfurt (13./32) für die Schwenninger weiter. Am Dreikönigstag (Dienstag, 6. Januar) kommt der Tabellenachte Wolfsburg.

Klar ist: Können die Neckarstädter jetzt nicht weiter kräftig punkten, dann war dieser – vor allem psychologisch – so wichtige 5:3-Sieg (Der erste Dreier nach neun Niederlagen in Folge) gegen Ingolstadt nur halb so viel wert.

Die Wild Wings mit Blick auf Augsburg

Für Coach Steve Walker steht fest, dass sein Team – im Vergleich zum Heimsieg – keinen Prozent weniger an Leistung am Freitag im vollen Augsburger Curt-Frenzel-Stadion zeigen darf. Tylor Spink erklärt: „Es ist sehr positiv, dass wir mit diesem Sieg ins neue Jahr starten können, aber wir haben noch nichts erreicht.“ Für Kyle Platzer gibt es bis zum Ende der Hauptrunde eigentlich nur noch „Pflichtsiege“.

Sollten die Schwenninger erfolgreich aus den kommenden drei Aufgaben herauskommen, wäre ihre Krise endgültig Vergangenheit. Verteidiger Alex Trivellato ist überzeugt: „Wenn wir das komplett überstanden haben, werden wir für den Rest der Saison stärker sein.“

Die Personalien

Fragezeichen stehen am Freitag hinter den Einsätzen der zuletzt erkrankten und gegen Ingolstadt fehlenden Zach Senyshyn und Mirko Höfflin. Es ist davon auszugehen, dass der aktuell so formstarke Joacim Eriksson gegen die Panther wieder im Tor steht und Michael Bitzer dann in den kommenden Partien wieder einen Einsatz bekommt.

Die bisherigen zwei Saisonduellen gingen an die Augsburger: Am 12. Oktober gewannen die Schwaben in der Helios Arena mit 5:3 und agierten souverän daheim beim 5:1 (2. November).

Topscorer D.J. Busdeker fällt aus

Die Augsburger unterlagen nach einer guten Leistung am Dienstag mit 2:3 nach Verlängerung in München, müssen aber nun für einige Wochen auf ihren verletzten Top-Scorer D.J. Busdeker verzichten.

Die Augsburger hatten sich vor der Saison unter ihrem neuen Coach Bill Peters zum Ziel gesetzt, auf jeden Fall nicht mehr in den Kampf um den DEL-Klassenerhalt hineingezogen zu werden.

Nach einem ausgezeichneten Rundenstart (Tabellenvierter im Oktober) holten die Schwaben im November aus acht Spielen nur acht Zähler und fielen – wie die Wild Wings – im Dezember leistungsmäßig dann völlig in ein Loch (nur ein Sieg in neun Partien).

Die Special Teams im Vergleich

Besonders interessant ist vor dem Freitag-Duell der Vergleich der beiden Special Teams: Augsburg ist im Powerplay (14./16,04 Prozent Erfolgsquote – 10. Wild Wings/18,87) als auch im Unterzahlspiel in der DEL Letzter (70,11 Prozent – 8. Wild Wings/77.98). Ein Faktor, der in diesem Sechs-Punkte-Spiel auch eine größere Rolle spielen könnte.