Gut eingestellte Schwenninger bezwingen das Top-Team aus Straubing mit 4:2. Lob von Steve Walker. Aber: Sebastian Uvira zieht sich eine Gehirnerschütterung zu.
Die Wild Wings haben am Sonntagabend in der DEL daheim gegen das Top-Team aus Straubing nach einer starken Leistung mit 4:2 gewonnen und rücken auf Rang neun vor.
Nach dem Spiel freute sich Coach Steve Walker: „Im Moment stimmen die Ergebnisse. Wir spielen aktuell sehr gut gegen gute Mannschaften. Wir haben es auch heute geschafft, wieder Tore zu schießen und unser Selbstvertrauen zu finden. Unser strukturiertes Spiel heute war ein wichtiger Aspekt. Die Mannschaft hat in den Wochen, als es nicht so gut lief, immer Vertrauen in unseren Prozess gehabt und ist stets positiv geblieben.“
Die Ausgangslage
Bei den Schwenningern feierte Stürmer-Talent Philip Feist nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback in einer Angriffsreihe mit Hakon Hänelt und Mirko Höfflin. Tyson Spink fehlte aufgrund von muskulären Problemen. Tim Gettinger, der bisher sein bestes Spiel für die Schwäne absolvierte, wechselte deshalb in die Sturmreihe neben Tylor Spink und Phil Hungerecker.
Es fehlten Will Weber (verletzt) und Zach Senyshyn (krank). Im Tor stand Joacim Eriksson.
Bei den Straubingern, die am Freitag mit 3:6 daheim gegen München verloren hatten, fielen die langzeitverletzten Mike Connolly, Linus Brandl, Wade Allison und Zac Leslie aus. Im Tor war Florian Bugl aufgeboten.
Sebastian Uvira
Die ersten 20 Minuten waren – wie erwartet – von einer hohen Intensität geprägt. Die Wild Wings waren sofort gut drin im Spiel. In der sechsten Minute traf es Sebastian Uvira knüppelhart: Straubings Stephan Daschner hebelte den Schwenninger Stürmer übelst an der Bande mit Beinstellen aus. Uvira knallte mit dem Kopf aufs Eis. Wenig später musste die Nummer 93 ins Klinikum gebracht werden. Dort wurde am späten Sonntagabend eine Gehirnerschütterung festgestellt.
In der achten Minute gingen die Gastgeber durch ein Powerplay-Tor von Alex Karachun mit 1:0 in Führung. Die Tigers nutzten für einen kurzen Moment auf der anderen Seite eine hier unsortierte Schwenninger Defensive zum 1:1 – Nicholas Halloran (9.).
Aber die Neckarstädter blieben am Drücker und legten durch einen cleveren Treffer von Verteidiger-Talent Arkadiusz Dziambor (15.) zum 2:1 vor. Dziambor lobte sein Team auch in der ersten Pause: „Wir machen bislang einen guten Job. Wir müssen weiter so aggressiv weiterspielen.“
Stark im Penalty-killing
Im Mittelabschnitt legten das Schwenninger Team ein starkes Unterzahlspiel hin, hätten sogar bei diversen Breaks hier erhöhen können. Die Wild Wings verzeichneten weiterhin eine hohe Intensität. In der 30.Minute belohnten sie sich mit dem verdienten 3:1 durch Danny O’Regan. Straubing schlug zurück: Mit einem Treffer im Powerplay durch Tyler Madden (33.) blieben die Niederbayern aber mit 2:3 dran. Im letzten Drittel war die Partie völlig ausgeglichen. Weiterhin mit einem großes Siegeswillen agierte Schwenningen. Es war ein Kraftakt. 1:39 Minuten vor dem Ende machte der starke Alex Karachun mit seinem Empty-net-goal zum 4:2 alles klar.
Statistik
Wild Wings – Straubing 4:2 (2:1, 1:1, 1:0).
Tore: 1:0 Karachun (7:17/5:4 – Assists: O’Regan, Szwarz), 1:1 Halloran (8:28), 2:1 Dziambor (14:35 – Scheel, O’Regan), 3:1 O’Regan (29:51 – Larkin), 3:2 Madden (32:29/5:4 – Green, Halloran), 4:2
Strafen: Wild Wings: 8 – Straubing: 6.
Schiedsrichter: Frano/Gofman.
Zuschauer: 4202.