Erneut ein hartumkämpftes Duell in der Helios Arena: Wild-Wings-Topscorer Alex Karachun (rechts) im Duell mit Dominik Bokk. Foto: Roland Sigwart

Wild Wings verlieren Spiel 3 im Playoff-Viertelfinale daheim mit 2:4. Es steht in der Serie vor dem Dienstag 0:3. Wieder waren Kleinigkeiten in der Helios Arena entscheidend.

Die Wild Wings müssen in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Köln (Modus „Best of 7“) am kommenden Dienstag das Aus befürchten. Die Haie feierten mit dem 4:2 am Sonntagabend in der Helios Arena ihren dritten Sieg. Wieder entschieden Kleinigkeiten eine sehr hartumkämpfte Partie. Erneut konnten sich die Schwenninger für eine gute Leistung nicht belohnen. 

 

Wild-Wings-Angreifer Dany O’Regan brachte es nach dem Schlusszeichen auf den Punkt: „Wir haben wieder viele gute Sachen gemacht. Aber wenn wir Köln etwas geben, dann schlagen sie eiskalt zu. Wir wollen unbedingt noch einmal daheim spielen und werden am Dienstag weiter voll motiviert sein.“

Die Ausgangslage vor Spiel drei

Bei den Schwenningern gab es – im Vergleich zum 2:4 am Freitag in Köln – eine kleine Veränderung im Angriff. Für Tim Gettinger rückte – erstmals in dieser Viertelfinal-Serie – Felix Scheel in den Angriff.

Vor dem Spiel drei betonte Wild-Wings-Verteidiger Alex Trivellato: „Die Fans unterstützen uns bisher brutal. Wir müssen heute dafür sorgen, dass dies gleich wieder so passiert.“

Blitzstart der Wild Wings

Gesagt, getan: Nach nur 43 Sekunden tobte die Helios Arena (bis auf die 150 mitgereisten Kölner Fans), denn Kyle Platzer hatte nach einem Schuss von Ben Marshall den Abpraller zum 1:0 eingenetzt.

Aber die Kölner Antwort folgte mit dem 1:1 durch Dominik Bokk (5.) relativ schnell. Vorausgegangen war ein Tempogegenzug der Gäste, stark gespielt über Parker Tuomie und Louis-Marc Aubry.

Die Wild Wings hatten bis zum Ende des ersten Drittels mehr Spielanteile, doch zu wenig Durchsetzungskraft um Haie-Torhüter Janne Juvonen zu überwinden. Im Powerplay besaß Kapitän Thomas Larkin in dieser Phase noch die größte Schwenninger Möglichkeit.

In der ersten Pause zog Torschütze Kyle Platzer eine erste Zwischenbilanz: „Dieser Start hat uns natürlich gutgetan. Wir müssen weiter smart spielen. Wenn wir dies nicht tun, nutzt Köln es aus.“

Weiterhin hart umkämpft

Im Mittelabschnitt verzeichneten die Kölner eine kleine Druckphase – Wild-Wings-Torhüter Joacim Eriksson hatte viel zu tun und auch das Glück auf seiner Seite. Auf der Linie rettete Niklas Hübner die Scheibe vor Frederik Storm (28.), der nur noch den Schläger hätte reinhalten müssen. Insgesamt war das Mitteldrittel hart umkämpft.

Boaz Bassen vergab in der 34. Minute eine gute Chance – Joacim Eriksson glänzte mit einem Big Save gegen Dominik Bokk. Dann verbuchte Kyle Platzer nach einem cleveren Puckklau eine gute Möglichkeit, kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts landete ein Schuss von Alex Karachun am Kölner Pfosten.

Haie-Verteidiger Jan-Luca Sennhenn brachte es in der letzten Pause auf den Punkt: „Für beide Teams gilt zunächst die Defensivarbeit. Es ist sehr intensiv.“

Wild Wings geben niemals auf

Das Schlussdrittel begann mit einer eiskalten Dusche für die Schwäne: In der 45. Minute hatte Brady Austin zu viel Platz und schoss das 2:1 für die Haie. Nur 60 Sekunden später war Tanner Kero mit dem 3:1 zur Stelle.

Doch Wild Wings geben niemals auf. Tyson Spink verwandelte in Klassemanier einen Penalty (49.) zum 2:3-Anschluss. Jetzt wurde das Spiel drei ein Krimi. Tylor Spink nutzte eine gute Chance in der Crunchtime nicht. Zwölf Sekunden vor dem Ende machte Maxi Kammerer mit dem 4:2-Empty-Net-Goal alles klar.

Statistik

Wild Wings – Köln 2:4 (1:1, 0:0, 1:0, 1:3).

Tore: 1:0 Platzer (0:43 – Assists: Marshall, Szwarz), 1:1 Bokk (4:52 – Aubry, Tuomie), 1:2 Austin (44:11 – Tuomie, Uher), 1:3 Kero (45:11 – MacLeod), 2:3 Tyson Spink (48:07), 2:4 Kammerer (59:48/5:6).

Strafen: Wild Wings: 8 – Köln:8.

Schiedsrichter: MacFarlane/Schadewaldt.

Zuschauer: 5100 (ausverkauft).