Die Wild Wings freuen sich: Soeben hat der starke Eric Martinsson (Zweiter von rechts) zum 4:1 gegen Frankfurt getroffen. Foto: Roland Sigwart

Auch Ex-Kapitän Danny Nowak erlebt in der ausverkauften Helios Arena einen Abend der schönen Tore. Am Ende bejubeln die Wild Wings ihren nächsten wichtigen 4:1-Sieg

Die Wild Wings haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den inzwischen geretteten DEL-Vorletzten Frankfurt souverän mit 4:1 gewonnen, ihren dritten Sieg in Folge eingefahren und sind beim Kampf um einen Pre-Playoff-Platz schon bis auf einen Punkt an den Tabellenachten Wolfsburg herangerückt (den Nachdreher zum Spiel lesen Sie hier: Traumtore, Karachun-Trickkiste – Schwäne machen Spaß).

 

Nach dem Spiel freute sich Wild-Wings-Angreifer Alex Karachun: „Es war eine gute Teamleistung.“

Christopher Gibson verpflichtet

Personelle Neuigkeiten gab es wenige Stunden vor dem Spiel. Die Wild Wings haben die elfte und letzte Import-Lizenz für Torhüter Christopher Gibson (zuletzt Bozen/ICE Hockey League) gezogen. Als erster Neuzugang für die kommende Saison soll – nach Informationen unserer Zeitung – der Kasseler Verteidiger und Deutsch-Amerikaner Bode Wilde feststehen. Der 26-Jährige gilt als einer der positiven Überraschungen in dieser DEL2-Runde.

Die Ausgangslage gegen Frankfurt

Doch zurück zum Heimspiel gegen Frankfurt. Bei den Schwenningern gab es eine kleine personelle Rotation im Vergleich zum Mittwoch-Spiel in Wolfsburg.

In der Verteidigung erhielt Olympiafahrer Alex Trivellato ein Pause – für ihn kehrte Dominik Bittner zurück. Im Angriff feierte Sebastian Uvira (mit sehr viel Applaus begrüsst) sein Comeback nach der im Januar zugezogenen Gehirnerschütterung. Dafür pausierte der zuletzt sehr überzeugende Felix Scheel. Im Tor stand Joacim Eriksson.

Bei den Frankfurtern, die seit dem Mittwoch-Spieltag (4:1 gegen Bremerhaven) gerettet sind, stand Cody Brenner im Tor. Die Gäste boten nur drei komplette Angriffsreihen auf.

Vor dem Spiel wurde Schwenningens Ex-Kapitän Danny Nowak herzlich von den Fans begrüßt.

O’Regan verwandelt stark einen Penalty

Die Wild Wings begannen mit dem Elan aus dem Wolfsburg-Spiel, zeigten sofort einige giftige Angriffsaktionen. In der 11. Minute war es in der stimmungsvollen Helios Arena so weit: Kyle Platzer traf in Überzahl – auf Vorarbeit von Danny O’Regan und Jordan Szwarz – zum 1:0.

Doch die Frankfurter glichen schnell durch Cameron Brace (12.) aus: Die Wild Wings antworteten mit einem stark verwandelten Penalty von Danny O’Regan zum 2:1 (14.). Um die Führung in die erste Pause zu bringen, musste Joacim Eriksson zwei Big Saves noch zeigen.

Schwenningens Angreifer Hakon Hänelt meinte zu diesem Zeitpunkt: „Es ist ein schnelles Spiel. Um weiter erfolgreich zu spielen, müssen wir die Scheibe gut laufen lassen und hart forechecken.“

Kleine Gala von Eric Martinsson

Im Mittelabschnitt brauchten die Schwenninger einige Minuten, um wieder eine klare Linie in ihr Spiel zu bringen. Einige Aktionen wurden unsauber gespielt – Frankfurt blieb gefährlich. Sehr wichtig war deshalb der 3:1-Treffer von Tylor Spink (33.), der im Powerplay einen Hammerschuss von Verteidiger Eric Martinsson erfolgreich abfälschte. Martinsson zeigte dann wenig später (38.) seine ganze Klasse, als er nach einem zunächst verzögerten Schussansatz super zum 4:1 traf.

Im letzten Schlussabschnitt brannte für die Schwäne nichts mehr an. Imponierend war, wie souverän dieser wichtige 4:1-Heimsieg herausgespielt worden war.

Statistik

Wild Wings – Frankfurt 4:1 (2:1, 2:0, 0:0).

Tore: 1:0 Platzer (10:30/5:4 – Assists: O’Regan, Szwarz), 1:1 Brace (11:13 – Lobach), 2:1 O’Regan (13:40 – Penalty), 3:1 Tylor Spink (32:08/5:4 – Martinsson, Tyson Spink), 4:1 Martinsson (37:42 – Platzer, Karachun).

Strafen: Wild Wings: 4 – Frankfurt: 8 plus zehn Minuten für Lobach (40.).

Schiedsrichter: Schrader/Gofman.

Zuschauer: 5100 (ausverkauft).