Am Ende steht für Schwenningen gegen den spielstarken DEL-Titelverteidiger ein 3:5. Die Wild Wings werden unter Wert geschlagen. Comeback von Kai Wissmann verschoben.
Die Wild Wings haben am Donnerstagabend in der DEL daheim gegen die Eisbären Berlin mit 3:5. Mit etwas mehr Scheibenglück wäre mehr drin gewesen. Die Schwenninger bleiben auf dem neunten Tabellenplatz.
Wild-Wings-Coach bilanzierte die Heimpartie: „Wir waren heute nicht gut genug. Wir haben insgesamt die neutrale Zone zu viel frei gegeben.“
Geplantes Comeback des Jahres findet noch nicht statt
Vor dem Spiel lautete die große Frage: Wird der gebürtige Doppelstädter Kai Wissmann ausgerechnet gegen die Wild Wings nach sehr langer Verletzungspause sein Comeback feiern und sein Saisondebüt geben? Nein, die Rückkehr des 29-Jährigen wurde noch einmal verschoben. Dafür freute sich Berlins Topscorer Ty Ronning auf die kleine Eisfläche in der Helios Arena: „Mir macht es Spaß, hier zu spielen.“ Bei den Eisbären stand Jonas Stettmer, der im Sommer wohl nach Ingolstadt wechselt, im Tor.
In Reihen der Wild Wings fehlten Will Weber (Handverletzung), Sebastian Uvira (Gehirnerschütterung, schaute aber auf der Tribüne zu), Tyson Spink (muskuläre Probleme) und Zach Senyshyn (krank). Der junge Niclas Hempel war als Angreifer aufgeboten.
Das Tor hütete Joacim Eriksson. Verteidiger Alex Trivellato stellte vor dem schweren Heimspiel gegen Berlin klar: „Wir müssen als Grundlage – wie gegen Straubing zuletzt – gegen die Eisbären solide verteidigen und vorne die Chancen nutzen.“
Beeindruckender Rekord von Liam Kirk
Im ersten Drittel sahen die rund 20 angereisten Eisbären-Fans von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel. In der 10. Minute schlug es aber doch hinter Joacim Eriksson ein. DEL-Toptorjäger Liam Kirk, der in Berlin über die Saison hinaus bleibt, hatte getroffen und damit Eisbären-intern einen neuen Rekord aufgestellt: In allen zehn Spielen der Berliner zuletzt traf Kirk jeweils – insgesamt in dieser Phase 16 Mal.
Nur 34 Sekunden später stand es 2:0 für den Titelverteidiger. Korbinian Geibel hatte die gerade mangelhafte Zuordnung in der Schwenninger Defensive genutzt. Ein 0:2-Rückstand gegen die Eisbären – zu diesem Zeitpunkt ein ziemliches Brett. Aber insgesamt zeigte Schwenningen eine gute Leistung im Auftaktdrittel. In der 17. Minute hatten die Wild Wings Riesenpech, als die Berliner die Scheibe nach einem Schuss von Jordan Szwarz von der Linie „wischten“.
In der ersten Pause meinte Wild-Wings-Geschäftsführer Stefan Wagner: „Wir spielen bisher richtig gut, haben Pech bei unseren Chancen. Bis auf das Ergebnis bin ich bislang zufrieden.“
Wild Wings zeigen wieder starke Moral
Im zweiten Abschnitt hatte zunächst Hakon Hänelt eine große Chance, doch auf der anderen Seite traf im Powerplay Leonhard Pföderl (27.) zum 3:0 für Berlin. Nur 32 Sekunden später schnürten die Gäste zum zweiten Mal an diesem Abend binnen kürzester Zeit ein Doppelpack durch Eric Hördler zum 4:0. Sechs Sekunden vor der letzten Pause gelang Alex Karachun in Überzahl das 1:4.
Im letzten Abschnitt waren erst 48 Sekunden gespielt, als Marcel Noebels, der in der kommenden Saison das Kölner Trikot überstreift, das 5:1 für Berlin erzielte. Die Wild Wings steckten nicht auf – Tim Gettinger erzielte in Überzahl (49.) das 2:5. Für den dritten Schwenninger Treffer – erneut im Powerplay – zeichnete Alex Karachun verantwortlich (52.).
3:14 Minuten vor dem Ende zog Coach Steve Walker seinen Torhüter. Doch es blieb beim 5:3 für die Eisbären.
Statistik
Wild Wings – Berlin 3:5 (0:2, 1:2, 2:1).
Tore: 0:1 Kirk (9:17 – Assist: Pföderl), 0:2 Geibel (9:51 – Kirk, Lancaster)m 0:3 Pföderl (26:05/5:4 – Reinke, Ronning), 0:4 Hördler (26:36 – Niemeläinen, Eder), 1:4 Karachun (39:54/5:4 – Platzer, Szwarz), 1:5 Noebels (40:12 – Niemeläinen), 2:5 Gettinger (48:23/5:4 – Larkin, O’Regan), 3:5 Karachun (51:19/5:4 – Larkin, O’Regan).
Strafen: Wild Wings: 4 – Berlin: 14.Schiedsrichter: Ansons/Hebert. Zuschauer: 4350.