An Tagen wie diesen: Die Wild Wings (hier Alex Karachun im Angriff) taten sich eminent schwer gegen gut verteidigende Eislöwen. Foto: Roland Sigwart Photographie

Wild Wings verlieren mit 2:5 in der Helios Arena gegen Dresden. Coach Steve Walker kritisiert: „Es war nicht gut genug von uns. Einige Spieler erschienen zu spät im Spiel.“

Die Wild Wings haben im Rennen um einen Pre-Playoff-Platz am Sonntagnachmittag daheim gegen den sportlichen DEL-Absteiger Dresden überraschend mit 2:5 verloren und den Sprung auf Rang acht verpasst. Verteidiger Alex Trivellato gestand nach dem Spiel ein: „Wir haben heute nicht gut gespielt. Vielleicht hat sich bei uns nach den vergangenen Siegen ein wenig zu sehr Leichtigkeit eingeschlichen. Am Mittwoch in Nürnberg müssen wir wieder ganz anders auftreten.“

 

Schwenninger Personalien

Bei den Wild Wings rotierte Chefcoach Steve Walker – im Vergleich zum 4:1-Sieg am Freitag gegen Frankfurt – personell wieder etwas durch. Es pausierten Kapitän Thomas Larkin und Angreifer Mirko Höfflin. Für sie kamen Alex Trivellato und Felix Scheel wieder frisch ins Team. Jordan Szwarz führte als Kapitän das Team an.

Dresdner Personal-Farce

Bei den Dresdnern gab es vor dem Auftritt in der Helios Arena die nächste personelle Farce: Eigentlich wollte C.J. Suess – nach seinem Abschied in der vergangenen Woche – aus familären Gründen zurück nach Übersee. Doch offenbar stimmte dies nicht: Suess unterschrieb beim Zweitliga-Hauptrundenmeister Krefeld

Eislöwen machen es gut

Die Schwäne taten sich im ersten Drittel gegen gut verteidigende Eislöwen schwer. Dresden verengte geschickt die Räume im eigenen Drittel. In der 10. Minute „stocherten“ die Gäste bei einem Konter die Scheibe – durch Lance Bouma – an Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson vorbei zum 1:0.

Die nächste kalte Dusche

Im Mittelabschnitt begannen die Neckarstädter mit viel Elan – Philip Feist hatte sofort eine gute Möglichkeit. Die Schwenninger heizten Gästekeeper Janick Schwendener richtig ein. In der 29. Minute scheiterte Szwarz mit seinem Schuss am Außenpfosten.

Exakt im Gegenzug erzielte der sportliche Absteiger unter dem Jubel der 30 mitgereisten Fans durch Tomas Andres das 2:0. Philip Feißt blieb dennoch vor dem Schlussdrittel ruhig und positiv: „Wir sind gut im Spiel, haben aber natürlich zu viele Chancen zugelassen. Wir wollen jetzt versuchen, schnell den Anschlusstreffer zu erzielen.“

Neue Hoffnung mit dem 1:2

In der 48. Minute bebte endlich die Helios Arena. Alex Karachun war einfach losmarschiert und hatte knallhart zum 1:2 abgezogen. Aber die Wild Wings kassierten zwei unnötige Strafen – und das 1:3 in doppelter Unterzahl durch Dane Fox (52.). Schwenningen schaffte (56.) den 2:3-Anschluss durch Szwarz. Die Eislöwen bissen (58.) mit dem 4:2 zurück durch Sebastian Gorcik. Per Empty-Net-Goal kam Dresden zwölf Sekunden vor dem Ende noch zum 5:2 durch Oliver Granz (1. DEL-Tor).

Die Schwenninger müssen aus diesem kleinen Rückschlag die richtigen Schlüsse unbedingt ziehen.

Statistik

Wild Wings – Dresden 2:5 (0:1,0:1, 2:3)

Tore: 0:1 Bouma (9:53 – Assists: LeBlanc, Braun), 0:2 Andres (28:34 – Gorcik), 1:2 Karachun (47:48), 1:3 Fox (51:35/3:5 – McCrea, LeBlanc), 2:3 Szwarz (55:02 – Platzer, Trivellato), 2:4 Gorcik (57:24 – Karlsson), 2:5 Granz (59:48/5:6).

Strafen: Wild Wings: 4 – Dresden: 10 plus 10 Minuten Johansson (37.). Schiedsrichter: Hunnius/Cespiva.

Zuschauer: 5100 (ausverkauft).