Die Playoff-Quali in der DEL ist für die Wild Wings nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Augsburg zum dritten Mal in Folge perfekt. Am Ende ist es ein schweres Stück Arbeit.
Der erste Schritt ist vollbracht! Die Wild Wings haben sich in der DEL am Sonntagabend daheim am drittletzten Hauptrundentag mit einem 2:1 gegen Augsburg wieder für die Pre-Playoffs qualifiziert und rücken – noch besser – erst einmal auf den fürs Heimrecht wichtigen achten Platz vor. Die Wolfsburger verloren bereits am Nachmittag gegen Nürnberg mit 1:4 und rutschen auf Platz neun ab.
Für die Augsburger (11./60) ist die Option auf die Pre-Playoff-Teilnahme – mit fünf Punkten Rückstand auf Nürnberg – fast vorbei.
Schwenningens Kapitän Thomas Larkin freute sich nach dem Sieg: „Es war ein hartes Stück Arbeit heute für uns gegen einen Gegner, der alles gegeben hat. Wir wollen jetzt noch das Heimrecht in den Pre-Playoffs.“
Augsburger steigen hart ein
Sofort war die Partie in der Helios Arena sehr hart umkämpft. Chancen auf beiden Seiten waren schnell zu notieren. Bei den Schwenningern rotierten Dominik Bittner und Felix Scheel raus. Im Tor stand Joacim Eriksson – Tim Gettinger, der am Freitag in Straubing gefehlt hatte, stürmte wieder.
Die Partie gegen Augsburg besaß bereits Playoff-Charakter. In der 10. Minute war für Gästeverteidiger Madison Bowey das Spiel nach einem üblen Bandencheck gegen Tyson Spink (Er konnte weitermachen) mit einer Spieldauer beendet. Die Wild Wings nutzten das fünfminütige Überzahlspiel mit der 1:0-Führung durch Danny O’Regan (13.). Und die Schwenninger besaßen anschließend gegen Panther-Keeper Michael Garteig eine Handvoll an weiteren guten Möglichkeiten, um das Zwischenergebnis höher zu gestalten. Zwischendurch hatte Augsburgs Alexandre Grenier mit dem Ellenbogen voraus Joacim Eriksson „gecrasht“.
Wild Wings lassen viele gute Chancen liegen
Im zweiten Abschnitt ließen die Neckarstädter – fast schon fahrlässig – zunächst wieder einige gute Chancen liegen. Dies wurde mit dem 1:1 auf der anderen Seite durch Grenier (26.) bestraft.
Aber die Schwäne bissen schnell (29.) zurück. Tylor Spink legte auf seinen Zwillingsbruder Tyson auf, der zum 2:1 abschloss.
In der letzten Pause dachte Schwenningens Angreifer Phil Hungerecker über das kommende Schlussdrittel nach: „Wir brauchen noch mehr Konstanz. Ich denke, dass Augsburg nun etwas aufmachen wird, dann müssen wir im Konter Überzahlspiele schaffen.“
Das dritte Drittel
Zu Beginn des Schlussabschnitts lagen die Neckarstädter mit 25:11 Schüssen vorne, aber die 2:1-Führung war alles andere als komfortabel. Die Kräfteverhältnisse verschoben sich bis zum letzten Powerbreak seltsamerweise. Plötzlich war Augsburg mit guten Chancen am Drücker. Bereits fünf Minuten vor dem Ende! nahm Gästecoach Bill Peters erstmals seinen Keeper vom Eis. Doch die Wild Wings arbeiteten hart, kämpften und hatten am Sonntag um 21.12 Uhr den ersten großen Schritt in dieser Saison in einer tobenden Helios Arena geschafft.
Statistik
Wild Wings – Augsburg 2:1 (1:0, 1:1,0:0).
Tore: 1:0 O’Regan (12:27/5:4 – Assists: Platzer und Martinsson), 1:1 Grenier (25:49 – Renner), 2:1 Tyson Spink (28:14 – Tylor Spink, Hungerecker.
Strafen: Wild Wings: 2 – Augsburg: 9 plus Spieldauerstrafe für Bowey (10.).
Schiedsrichter: MacFarlane/Kozari.
Zuschauer: 4932.