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Wild Wings Future "Was soll man machen? Wir kämpfen uns durch!"

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Wayne Hynes weiß, dass die Wild Wings Future schwere Zeiten durchmachen. Foto: Marc Eich

Wayne Hynes hat dieser Tage viele Sorgen, obwohl der Sportliche Leiter der Schwenninger Talentschmiede rein sportlich gesehen in den vergangenen Monaten viel Grund zur Freude hatte. Sowohl die von ihm trainierte U20 der Wild Wings als auch die U17 präsentierten sich auf DEB-Ebene in der laufenden Saison in bestechender Form – zumindest bis zur Unterbrechung der Spielzeit Anfang November. Auch in von Corona-Beschränkungen geprägten Zeiten konnten die beiden Teams einen halbwegs konstanten Trainingsalltag aufrechterhalten. Weit weg von der Normalität, aber immerhin.

Vor viel gravierenderen Problemen stehen die jüngeren Jahrgänge der Wild Wings Future. Die Kinder der U15, U13, U11 und U9 durften seit Monaten nicht mehr auf das Eis. "Wir befinden uns in einer schwierigen Lage – das gilt nicht nur hier in Schwenningen, sondern bei allen Klubs. Bei uns sind bereits die ersten Abmeldungen eingegangen. Natürlich haben wir Angst, dass noch weitere kommen werden", sieht Hynes die Lage äußerst kritisch.

Zwar versucht der Verein mit Trainingseinheiten und Meetings via Zoom die Kinder bei der Stange zu halten, im Eishockey gestalten sich solche Maßnahmen jedoch deutlich schwieriger als zum Beispiel im Fußball. "Eishockey-Spieler müssen auf dem Eis trainieren. Dieser Sport zeichnet sich durch sehr viele spezifische Bewegungen aus, die man nirgendwo anders üben kann", erklärt Hynes.

Eine Hemmung der langfristigen Entwicklung dieser Kinder wird sich wohl kaum vermeiden lassen, glaubt der Schwenninger Jugendkoordinator. Er schlägt Alarm: "Für den Eishockey-Sport in Deutschland ist das eine Katastrophe. Wir hatten ohnehin schon Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Nationen – und jetzt wird den Kindern auch noch ein komplettes Jahr ihrer Entwicklung genommen."

Selbst bei den Mannschaften der U20 und U17, bei denen der Trainingsbetrieb wenigstens nicht komplett ruhen muss, sind langfristige Folgen zu erwarten. "Training ist schön und gut, aber ohne richtige Wettkämpfe fehlt die Spannung", so Hynes. Vor allem bei der U17, die in der Division I Süd seit dem 1. November kein Spiel mehr absolviert hat, sei das ein großes Problem, da sich Spieler in diesem Alter in einem besonders wichtigen Entwicklungsjahr befinden. Das Team von Trainer Alexander Dück ist mit 24 Punkten aus zehn Spielen überragend in die Saison gestartet und führt die Tabelle an. Die Meisterschaftsrunde ist das klare Ziel – wann auch immer es weitergehen kann. In einer ähnlich guten Ausgangslage befindet sich die U20, die Wayne Hynes selbst trainiert.

Auch seine Mannschaft hat nach zehn Spielen 24 Zähler auf dem Konto – das bedeutet für den Aufsteiger aktuell Rang 2 in der Division II. Eine Überraschung ist das für Hynes nicht: "Wir wussten, dass wir eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt haben. Wir wollten von Beginn an ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden." Auch wenn Hynes den Schritt in die Division I, Deutschlands höchste U20-Spielklasse, noch nicht als klares Ziel aussprechen möchte, gibt er sich dennoch angriffslustig: "Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde wollen wir uns unbedingt verdienen. Was aber danach kommt, kann ich noch nicht sagen. Dafür habe ich mich mit den Mannschaften aus der oberen Division noch zu wenig beschäftigt."

Die Fortsetzung der U20-Saison ist aktuell ab Samstag, 6. Februar, geplant – die Schwenninger würden dann im Doppel-Gipfeltreffen zweimal auf den Tabellenführer Starbulls Rosenheim treffen. Ob es schon so früh dazu kommt, steht aber momentan noch in den Sternen. "Wir haben keine Ahnung, was passieren wird. Wir müssen das Beste aus der aktuellen Situation machen", sagt Wayne Hynes und ergänzt: "Was will man machen? Wir kämpfen uns durch!"

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