U20-Angreifer Christian Sprez (links) zählt bisher zu den Top-Scorern im Schwenninger Team. Foto: Roland Sigwart

Die Mannschaft von Wayne Hynes gefällt mit einer sehr kompakten Spielweise. „Wir haben schon ein großes Saisonziel erreicht und wollen noch mehr“, sagt der Coach.

Die U20-Mannschaft der Wild Wings Future hat in der DNL vor dem letzten Vorrunden-Wochenende der Gruppe 1 bereits die Meisterschaftsrunde erreicht und kann somit in dieser Saison nicht mehr absteigen.

 

„Nach erst zehn Spielen ist dies ein tolles Gefühl und gibt uns bereits für die kommende Spielzeit Planungssicherheit. Aber wir ruhen uns darauf nicht aus, sondern wollen natürlich in der Meisterschaftsrunde und in den anschließenden Play-offs so viel erreichen wie möglich“, macht es Coach Wayne Hynes deutlich.

Der Rückblick

Er gibt im Rückblick zu: „Aufgrund des neuen Modus des Deutschen Eishockey-Bundes, dass ab dieser Saison die besten Juniorenteams im Süden und im Norden relativ schnell zu einer Meisterschaftsrunde zusammengezogen werden und die restliche Konkurrenz dann schon um den Klassenerhalt kämpft, lastete in der Vorrunde ein sehr großer Druck auf uns. Nur die besten vier Teams aus beiden Gruppen kommen ja weiter“, erklärt Wayne Hynes die Ausgangsposition für seine neuformierte Mannschaft vor dieser Saison. „Keine Mannschaft konnte sich mehrere Ausrutscher erlauben.“

Die Fakten

Die Schwenninger stehen vor den letzten beiden Vorrundenspielen am Wochenende in Krefeld auf dem starken zweiten Platz mit sieben Siegen und drei Niederlagen. Die jungen Wild Wings werden in der Gruppe 1 vom EV Landshut (1.), vom Krefelder EV (3.) und entweder von den Jungadlern Mannheim oder den Jung-Eisbären Regensburg in die Meisterrunde begleitet. Dass die Mannheimer als Titelverteidiger zu diesem Zeitpunkt noch um die Teilnahme an der Meisterrunde bangen müssen, gilt als große Überraschung.

Aus der Gruppe 2 stehen alle vier Endrunden-Teilnehmer mit der Düsseldorfer EG, den Kölner Junghaien, dem ERC Ingolstadt und den Eisbären Juniors Berlin schon fest.

Start der Meisterrunde ist am Wochenende 21./22. Oktober. Der Spielplan wird in wenigen Tagen veröffentlicht. Alle acht Mannschaften bestreiten nach der Meisterrunde dann ab März 2024 die Play-offs. Die Wild Wings Future haben nach ihrem DNL-Aufstieg also zum zweiten Mal in Folge die Play-offs erreicht.

Die Erfolgsschlüssel

Die Schwenninger U20 hatte mit einer nicht problemfreien Vorbereitung zu kämpfen. Auf der Bahn 2 gab es aufgrund der Kosteneinsparung in diesem Sommer kein Ganzjahres-Eis. Wayne Hynes erinnert sich: „Dieses Eis in den Monaten Juni und Juli ist aber gerade in diesem Altersbereich sehr wichtig für die Entwicklung. Wir mussten dann ab Anfang August, als auf der Bahn 1 das Eis wieder zur Verfügung stand, einiges an praxisnahem Pensum nachholen. Die Jungs sind zu einer tollen Einheit zusammengewachsen. Bei den Neuzugängen haben wir es gut getroffen. Die Mannschaft baut auf ein sehr geschlossenes Auftreten. Es gibt bei uns nicht den einen herausragenden Spieler“, so der Coach.

Top-Scorer sind bis jetzt Louis Majher (5 Tore/7 Assists), Christian Sprez (5/4) sowie Niklas Karle (4/4).

Alex Dück

Außerdem war es ein Glücksfall, dass Hynes mit Alex Dück ein sehr guter Assistenztrainer zur Seite steht. „Besser geht es nicht, die Zusammenarbeit mit Alex ist optimal“, so Wayne Hynes. Klar ist aber: Sollte dem Ex-Profi und zuletzt beim DEB-Nachwuchs arbeitenden Dück ein gutes Trainerangebot von einem deutschen Profiklub vorliegen, wird der einstige Top-Verteidiger wieder weiterziehen.

Aber vielleicht erlebt Alex Dück im kommenden Frühjahr doch noch mit, wie die Wild Wings Future in den DNL-Play-offs die Konkurrenz ärgert.