Stark: Wild-Wings-Neuzugang Danny O’Regan (Mitte) traf – nach dem Spiel am Sonntag in München – nun auch gegen Frankfurt doppelt. Foto: Roland Sigwart

Neuzugang Danny O’Regan schnürt schon wieder ein Doppelpack. Torhungrige und giftige Wild Wings begeistern. Sebastian Uvira freut sich: „Bei uns hat viel geklappt.“

Die Wild Wings haben am Mittwochabend in der DEL daheim gegen Frankfurt mit einer souveränen und überzeugenden Leistung einen wichtigen 6:1-Heimsieg gefeiert. Tylor Spink absolvierte sein 250. Spiel für die Schwäne.

 

Bittner und Karachun

Vor dem Spiel gab es eine negative Überraschung aus Schwenninger Sicht: Dominik Bittner und Alexander Karachun waren eigentlich im Aufgebot des deutschen Teams für den Deutschland-Cup in der kommenden Woche in Landshut erwartet worden.

Doch Bundestrainer Harold Kreis berücksichtigte beide Wild Wings nicht. Die Chancen für die beiden seit Wochen formstarken Schwenninger bei Olympia 2026 in Mailand dabei zu sein, sind mit dieser Entscheidung von Kreis wohl gesunken.

Mit Dominik Bittner hatte der Bundestrainer zuletzt gesprochen – mit Alex Karachun nicht. Beim Stürmer sitzt die Enttäuschung erst einmal tief: „Aber ich habe Olympia noch nicht abgeschrieben. Ich möchte mich weiter mit guten Leistungen empfehlen. Alles andere liegt nicht in meiner Hand“, so Alex Karachun.

Zumindest Wild-Wings-Athletik-Trainer Hendrik Kolbert wird zum deutschen Staff in Landshut zählen.

Doch zurück zum Mittwoch-Spiel in der Helios Arena: Michael Bitzer stand das dritte Mal in Folge im Schwenninger Tor, weil die Erkältung von Joacim Eriksson gerade erst wieder abgeklungen ist. Alex Trivellato und Felix Scheel rotierten raus. Bei den Löwen hütete Mirko Pantowski den Kasten.

Der Spielverlauf

Die Wild Wings waren im ersten Abschnitt schon klar das bessere Team und gingen auch verdient nach zwölf Minuten durch Danny O’Regan (bereits dritter Saisontreffer) mit 1:0 in Führung. Dann erhielt Frankfurts Dennis Lobach eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer. In der 15. Minute parierte Michael Bitzer einen Penalty gegen Löwen-Kapitän Maksim Matushkin. Mit der knappen Führung für die Gastgeber (13:4 Schüsse bis dahin) ging es in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt waren die Schwenninger weiterhin das bessere Team. Verteidiger-Talent Arkadiusz Dziambor schoss in der 29. Minute zum 2:0 ein – nur 90 Sekunden später war Danny O’Regan im Powerplay erneut zur Stelle – 3:0. Boaz Bassen (48.) erhöhte auf 4:0 – die Löwen hatten einfach zu viele Probleme an diesem Abend in allen Mannschaftsbereichen. Für das 5:0 war Tyson Spink – im Powerplay – (49.) zuständig. Das 6:0 ging auf das Konto von Alex Karachun (51.). Die Hessen kamen noch durch Tim Kose (54.) zum Ehrentreffer.

Statistik

Wild Wings – Frankfurt 6:1 (1:0, 2:0, 3:1). Tore: 1:0 O’Regan (11:36 – Assists: Schwarz, Hänelt), 2:0 Dziambor (28:23 – Uvira, Tylor Spinks), 3:0 O’Regan (29:53/5:4 – Platzer, Marshall), 4:0 (47:30 – Karachun, Höfflin), 6:0 Karachun (50:23 – Larkin), 6:1 Kose (53:58 – Glover, Burns.

Strafen: Wild Wings 8 – Frankfurt 13 plus Spieldauerstrafe für Lobach (14.).

Schiedsrichter: Kohlmüller/Hinterdobler.

Zuschauer: 4771.