Eine gute Auswärtsleistung der Wild Wings wird nicht belohnt. Beim Gastspiel in Köln gab es für die Schwenninger eine 1:3-Niederlage.
Die Schwenninger kassierten im Mittelabschnitt zwei Gegentore innerhalb 31 Sekunden, wodurch Köln auf die Gewinnerstraße abbog.
Die Personalien
Nachdem Sieg in der heimischen Helios Arena gegen den amtierenden Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aus München blieb der Kader nahezu unverändert. Einzig Boaz Bassen und Phil Hungerecker tauschten ihre Reihen, während nach wie vor Kapitän Thomas Larkin und Tyson Spink ausfielen. Sein Debüt gab Arkadiusz Dziambor, der unter der Woche von den Adler Mannheim verpflichtet wurde.
Der erste Abschnitt
Das Spiel startete etwas verhalten. Nach drei Minuten gerieten Max Görtz und Mark Olver aneinander, weswegen beide auf die Strafbank mussten. Ganze elf Minuten dauerte es, bis das erste Tor fiel. Schwenningen war noch im Angriff, als Köln einen blitzschnellen Konter einleitete. Maximilian Kammerer legte quer auf den ehemaligen Schwenninger Andreas Thuresson, der vor dem Tor nicht lang fackelte und den Treffer erzielte. Das war dadurch sogar der 16. Scorerpunkt für Maximilian Kammerer in Folge.
Endlich mit mehr Biss
Später zeigte Schwenningen Biss im Forechecking, wobei allerdings der Abschluss noch etwas hakte. Andreas Thuresson im MagentaSport-Interview nach dem Spiel: „Es ist ein enges Spiel mit ausgeglichenen Defensivabteilungen. Mein Tor wurde eigentlich schon durch Blocks in unserem Drittel vorbereitet. Kammerer spielte den Puck dann zu mir, wonach ich dann hoch schoss und traf. Wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, wenn man hoch schießt“, sagte der ehemalige Schwenninger.
Das Mitteldrittel
Die Gastgeber starteten besser in das Mitteldrittel. So zum Beispiel, als Alex Trivellato die Scheibe an Gregor MacLeod velor, der wiederum einen Konter einleitete. Kurz vor dem Tor passt er quer auf Justin Schütz, der die Scheibe nicht verarbeiten konnte. Auch danach waren eher die Kölner dran. Tylor Spink gewann in der 27. Minute den Bully, Ben Marshall erzielte gekonnt den Ausgleich. Daraufhin war es ein relativ taktisch geprägtes Spiel.
„Hier ist es nie leicht, zu spielen“
Kurz vor Drittelende traf dann aber erneut die Kombination Thuresson/Kammerer. Der Schwede legte quer, sodass Maximilian Kammerer im Slot die erneute Führung erzielte. Keine 31 Sekunden später erhöhten die Gastgeber durch Andrej Sustr zum 3:1, womit die Schwenninger mit dem Doppelschlag in die Pause gingen.
Ben Marshall: „Hier ist es nie leicht, zu spielen. Die vielen Zuschauer verwandeln die Arena zu einem tough place. Generell machen wir kein schlechtes Spiel. Wir müssen weiterhin konzentriert, schnell und hart spielen. Wir dürfen uns keine Fehler im Aufbau erlauben, sonst strafen uns die Kölner konsequent ab, wie gerade eben“.
Die letzten 20 Minuten
Gleich zu Beginn des letzten Abschnitts mussten die Schwenninger erst einmal ein Powerplay der Gastgeber überstehen, was den Jungs von Trainer Steve Walker gelang. Später, als die Schwenninger selbst in Überzahl waren, lief jedoch offensiv nicht allzu viel. Dagegen war die Gefahr, zu offensiv zu werden und den vierten Gegentreffer zu kassieren, zu hoch. Am Schluss sollte es auch mit einem Feldspieler mehr nichts mehr werden für die Schwenninger. Filip Reisnecker analysierte: „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber wer mehr Tore macht, gewinnt.“
Die Statistik
Köln – Schwenningen 3:1 (1:0, 2:1, 0:0).
Tore: 1:0 Thuresson (10:40 – Kammerer, Aubry), 1:1 Marshall (27:03 – Tyl. Spink), 2:1 Kammerer (38:58 – Thuresson, Aubry), 3:1 Sustr (39:29 – Schütz, Dietz).
Strafen: Köln 12, Schwenningen 10.
Zuschauer: 18 465.
Schiedsrichter: Ansons/Anderson.