Daniel Pfaffengut (links) erzielte beim 6:3-Heimsieg der Wild Wings gegen den ERC Ingolstadt das zwischenzeitliche 3:1. Foto: Roland Sigwart

Die Schwenninger Heimweste bleibt weiß. Am Dienstag (19.30 Uhr) in Straubing fällt nun auch Verteidiger Johannes Huß aus.

Wild-Wings-Headcoach Steve Walker kritisierte nach der Heimpartie am Sonntag gegen Ingolstadt (6:3) zwar das Auftreten seiner Mannschaft im zweiten Drittel, zeigte sich im Großen und Ganzen aber zufrieden mit der gezeigten Leistung: „Wir hatten ein sehr gutes erstes Drittel, obwohl wir das frühe Gegentor kassiert haben. Die Jungs haben Widerstandsfähigkeit bewiesen und sich an den Gameplan gehalten. Im zweiten Drittel war unser Puck-Management mit der Führung im Rücken nicht gut. Wir haben Ingolstadt zurück ins Spiel gelassen. Aber dann haben wir im Schlussdrittel wieder zurückgefunden.“

 

Achterbahnfahrt

Der siebte Sieg im siebten Spiel vor heimischer Kulisse war also auch für die Fans in der Schwenninger Helios-Arena eine Achterbahnfahrt. Auf die kalte Dusche – das 0:1 in der ersten Spielminute – folgte eine etwas zerfahrene, aber gute Phase bis zur ersten Drittelpause.

Nach dem 3:1 durch Daniel Pfaffengut in Unterzahl schienen die Wild Wings schon auf der Siegerstraße zu sein, doch es brauchte einen Doppelschlag innerhalb von 16 Sekunden zu Beginn des letzten Abschnitts, um den Sieg tatsächlich in die Wege zu leiten.

Kyle Platzer

Auf dem Weg zum achten Saisonsieg der Schwenninger, die vor einer weiteren Drei-Spiele-Woche mit 26 Punkten auf dem sechsten Platz der DEL-Tabelle stehen, schrieb das Spiel einige, kleinere Geschichten – unter anderem den Doppelpack von Kyle Platzer, der froh war „wieder zu meinem Spiel“ gefunden zu haben. „Ich habe phasenweise aufgehört, Abschlüsse zu suchen. Aber das bin nicht ich, ich bin ein Shooter. Ich bin froh, der Mannschaft heute zum Sieg verholfen zu haben“, sagte der 28-jährige Kanadier.

Nächste Ausfahrt: Straubing

Schon wieder auf der Straße: Die Wild Wings nahmen am Montagmittag die Reise nach Straubing in Angriff. Am Dienstag (19.30 Uhr) blüht den Schwenningern beim Tabellenvierten ein heißer Tanz. Die Tigers haben mit dem Walker-Team noch ein Hühnchen zu rupfen. Am 8. Oktober stießen die Neckarstädter beim 4:3-Heimsieg Straubing damals vom Spitzenplatz.

Die Personalien

Die personellen Ausfälle nehmen bei den Schwenningern zu: Neben Thomas Larkin (Rückenprobleme), Sebastian Uvira (Fußverletzung) und Filip Reisnecker (Handblessur) fällt nun auch Verteidiger Johannes Huß aus, der sich am Sonntag gegen Ingolstadt verletzte. Die Wild Wings wollen die Verletzung offiziell nicht näher definieren. Möglich sei aber, dass Huß auch bis zur Deutschland-Cup-Pause (ab kommenden Montag) nicht mehr zurückkehrt.

Steve Walker wird mit sechs Verteidigern und zwölf Stürmern am Dienstagabend am Pulverturm antreten. Backup Cody Brenner kommt zu seinem vierten Saisoneinsatz.

Die Tigers

Die Straubinger unterstrichen ihre gute Form am Sonntag bei den Eisbären, als sie vom DEL-Tabellenführer erst in der Verlängerung mit 3:2 besiegt wurden.

Die Mannschaft um Coach Tom Pokel weist mit 92 Prozent Erfolgsquote das aktuelle beste Unterzahlspiel der Liga auf. Gegen Schwenningen brummt aber Leistungsträger Cody Lampl noch eine Sperre ab.