Willkommen in Schwenningen: Das neue Wild-Wings-Polohemd steht Harold Kreis (links) schon gut. Sportdirektor Christof Kreutzer schätzt den neuen Coach bereits lange. Foto: Roland Sigwart

Harold Kreis, der neue Coach der Wild Wings, wurde am Montag in Schwenningen vorgestellt. Der 63-Jährige hat klare Vorstellungen, was er mit der Mannschaft in der neuen DEL-Saison vorhat.

Schichtwechsel in der Helios-Arena. An diesem Montag packen das deutsche und das österreichische Team vor dem Abflug zur WM ihre Sachen in Schwenninger zusammen – währenddessen führt Sportdirektor Christof Kreutzer den neuen Wild-Wings-Coach durch die Helios-Arena. Beide schätzen sich seit Jahren bereits. In blendender Laune nahm Harold Kreis eine Stunde lang Stellung zu einigen Themen rund um den Schwenninger DEL-Ligisten.

Warum Schwenningen?

... "Ich bin überzeugt davon, dass sich hier etwas Gutes weiter entwickeln wird, und ich möchte ein Teil davon sein. Schwenningen ist ein hervorragender Eishockey-Standort mit tollen Fans. Die Spieler, die hiergeblieben sind, haben leistungsmäßig noch Luft nach oben. Und auch Christof Kreutzer war mit ein Grund dafür, dass ich mich für die Wild Wings entschieden habe. Dass die Wild Wings in den vergangenen Jahren weniger erfolgreich waren, war für mich überhaupt kein Grund, nicht hierherzukommen. Ich habe in meiner Trainer-Laufbahn auch schon Teams übernommen, die in einer schwierigen Situation waren."

Welche Art von Eishockey er sich mit der Schwenninger Mannschaft wünscht?

... "Natürlich wird viel über den athletischen Bereich gehen. Wir wollen hart und fair sein. Defensiv-Arbeit beginnt für mich bereits in den vorderen Reihen. Und es soll so sein, dass wir das Spiel auch gestalten wollen."

Wie er ein Team führt?

... "Ich möchte immer transparent sein – auch für die Zuschauer und Journalisten. Zu den Spielern will ich sachlich und ehrlich sein. Ehrlichkeit kann auch einem Spieler wehtun, aber sie kann vor allem dem Spieler in seiner Entwicklung weiterhelfen. Ich übertrage gern Verantwortung und kann im Eishockey auch immer noch weiterlernen. Als Trainer führe und unterstütze ich das Team nur – dem Spieler muss immer bewusst sein, dass es seine Mannschaft ist."

Wie der Kader noch verstärkt werden soll?

.... "Ich bin sehr überzeugt von den Spielern, die geblieben sind. Nun müssen wir punktuell die noch offenen Positionen mit der bestmöglichen Qualität besetzen. Ich arbeite sehr gern mit nordamerikanischen Spielern zusammen, aber die Nationalität ist nicht entscheidend, sondern – wie gesagt – die Qualität."

Die Zielsetzung mit den Wild Wings in der neuen Saison?

... (lacht). "Wir haben erst den 9. Mai, und ich musste heute Morgen erst einmal mein neues Trainerbüro hier in der Helios-Arena suchen. Spaß beiseite, es ist noch zu früh, um hier eine seriöse Aussage zu treffen. Wir wollen die Mannschaft Schritt für Schritt entwickeln, um konstant in den kommenden Jahren um die Play-off-Plätze mitspielen zu können."

Alex Karachun

.... "Er hat sich sehr gut entwickelt. Ich würde mich sehr freuen, wenn er bei der WM dabei wäre. Dies wäre für ihn eine weitere großartige Erfahrung. Alex war schon bei mir früher in Düsseldorf ein äußerst lernwilliger und neugieriger Spieler."

Auf was er sich neben dem Eishockey schon in Schwenningen freut?

.... "In dieser Region gibt es viele Freizeitmöglichkeiten. Meine Frau und ich wandern und fahren auch gern Mountain-Bike."