Was sich Coach Steve Walker am Freitag im Heimspiel gegen die Pinguins erhofft. Warum sich Ben Marschall noch mehr Selbstvertrauen wünscht und weshalb Eriksson fehlt.
Die Wild Wings (7./39) empfangen in der DEL am Freitag (19.30 Uhr) die Pinguins aus Bremerhaven (8./39) und gastieren am Sonntag (16.30 Uhr) beim momentan sehr souveränen Spitzenreiter Ingolstadt.
Die große Frage vor dem Wochenende aus Schwenninger Sicht lautet: Kann die Mannschaft um Coach Steve Walker in den kommenden beiden Spielen endlich mehr Konstanz als in den vergangenen Wochen zeigen?
Die Stimmen vor dem Wochenende
Kapitän Thomas Larkin ist jedenfalls davon überzeugt, dass die nach langer Zeit einmal wieder „normale“ Arbeitswoche seinem Team entgegenkommt. „Die Art und Weise, wie wir zuletzt den 3:2-Sieg gegen Wolfsburg geschafft haben, macht mich zuversichtlich. Wir haben in der Tabelle eine gute Ausgangsposition.“
Steve Walker hatte der Mannschaft zwei freie Tage zum Wochenbeginn gestattet und bat dann auch innerhalb der Trainingseinheiten zu einer großen Videoanalyse. „Wir haben hierbei die Dinge angesprochen, die zuletzt nicht gut liefen. Die Gegner checken inzwischen gegen uns aggressiver vor. Da brauchen wir bessere Lösungen beim Spielaufbau. Wir können uns noch besser auf dem Eis gegenseitig unterstützen und wir müssen uns im Powerplay steigern.“
Der Schwenninger Coach stellt beim Überzahlspiel auch klar: „Den Jungs muss schon bewusst sein, dass das eine privilegierte Aufgabe innerhalb des Teams ist. Zuletzt hätte ich mir im Powerplay einen noch größeren Willen von uns gewünscht.“
Für Verteidiger Ben Marschall ist es wichtig, „dass wir uns durch Erfolgserlebnisse immer mehr Selbstvertrauen in der nächsten Zeit aufbauen“.
Will Weber fehlt weiterhin
Im Tor wird gegen Bremerhaven Michael Bitzer seinen zehnten Saisoneinsatz verzeichnen, da Joacim Eriksson leicht angeschlagen ist. In der Abwehr fehlt verletzungsbedingt an diesem Wochenende noch weiterhin Will Weber.
Im Angriff könnte es sein, dass Alex Karachun kurzfristig ausfällt. Dies dann aus schönem Grund: Seine Frau und er erwarten stündlich die Geburt ihrer Tochter.
Auch interessant: Thomas Larkin und Alex Trivellato absolvieren mit dem italienischen Nationalteam in der kommenden Woche noch einen letzten Vorbereitungslehrgang für die Olympischen Spiele. Beide Verteidiger werden am 12. Dezember im Heimderby gegen Mannheim deshalb fehlen.
Die Lage in Bremerhaven
Die Fischtown Pinguins liegen bisher in dieser Saison hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht ist es aber auch so, dass, so wie vor der Saison von einigen Experten prophezeit, die Top-Mannschaft der Liga in den vergangenen Jahren nun ihren Leistungszenit überschritten hat. Außerdem machte sich die Doppelbelastung in den vergangenen Monaten mit DEL-Alltag und den Spielen in der Champions Hockey League negativ bemerkbar. Hinzu kommt der lange verletzungsbedingte Ausfall von Top-Torhüter Kristers Gudlevskis. Für ihn wurde aus Dresden vor drei Wochen Julius Hudacek engagiert, der bisher noch nicht überzeugen konnte.
Trainer Alexander Sulzer und seine Schützlinge wurden in der Liga zuletzt zu einer Wundertüte. Dem 5:2-Heimerfolg am vergangenen Freitag gegen Frankfurt folgte knapp 48 Stunden später ein glattes 0:4 in Mannheim.
Im ersten Aufeinandertreffen am 12. September – dem Saisonauftakt – siegten die Pinguins daheim mit 2:1 gegen die Wild Wings. Die Schwenninger zeigten damals eine gute Auswärtsleistung, belohnten sich aber letztlich nicht.