Die Wild Wings geben das wichtige DEL-Heimspiel gegen Bremerhaven mit 2:6 nach einigen groben Fehlern ab. Sie bekommen am Neckar einfach keine Konstanz rein.
Die Wild Wings haben am Freitagabend in der DEL daheim gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven deutlich mit 2:6 verloren. Die Entstehung mancher Gegentreffer war aus Schwenninger Sicht indiskutabel. Ab dem Mitteldrittel spielerisch zerfahrene Schwäne machten es den Gästen insgesamt zu einfach. Die Neckarstädter rutschen auf Rang acht.
Alex Trivellato sagte nach dem Spiel: „Wir hatten nicht die nötige Energie und Bremerhaven hat die Tore zu wichtigen Zeitpunkten gemacht.“
Die Ausgangslage
Bei den Schwenningern stand Michael Bitzer für den leicht angeschlagenen Joacim Eriksson im Tor. In der Abwehr rotierte Boaz Bassen raus. Im Angriff ließ Chefcoach Steve Walker Mirko Höfflin pausieren. Bei den Gästen hütete der vor drei Wochen nachverpflichtete Julius Hudacek das Tor. Bremerhaven hatte in den vergangenen sieben Spielen nur einen Sieg geholt.
Bemerkenswert: Erstmals in dieser DEL-Saison trugen die Wild Wings ihre inzwischen berühmten, braunen „FC St.Pauli-Trikots“. Doch diese brachten kein Glück.
Das erste Drittel
Nach sieben Minuten gingen die Neckarstädter nach einem Bilderbuch-Powerplay über Ben Marshall und Kyle Platzer durch Sebastian Uvira mit 1:0 in Führung. Doch diese hielt nicht lange, denn die Seestädter (10.) glichen mit einem kuriosen Treffer von Alexander Friesen zum 1:1 aus. Ziemlich unkonzentriert sahen die Gastgeber in dieser Situation aus – auch Keeper Michael Bitzer.
Auf der anderen Seite ging es weiter mit dem 2:1 (12.) des Ex-Bremerhavener Felix Scheel, der in seinem 100. DEL-Spiel sein zweites Saisontor für die Schwäne aus der Distanz erzielte. Doch auch dieser Vorsprung war schnell Schnee von gestern. Nach einer Fehlerkette von Kapitän Thomas Larkin und Tylor Spink konnte Gästestürmer Fabian Herrmann (18.) die Scheibe zum 2:2 unterbringen. Richtig ärgerlich aus Sicht der Wild Wings.
Das zweite Drittel
Doch es kam schlimmer: Im Mittelabschnitt waren knapp sieben Minuten gespielt, als die Wild Wings weiter frühzeitig Nikolausgeschenke verteilten. Völlig freie Schussbahn hatte vor dem 3:2 der Gäste Rayan Bettahar, dessen Schuss Colt Conrad vor Bitzer noch abfälschte. Die Wild Wings bekamen in dieser Phase das Spiel nicht mehr in den Griff. Jan Urbas (35.) und 94 Sekunden später Alex Friesen nutzten Indisponiertheiten der Schwenninger Defensive zum 5:2.
Sebastian Uvira sprach vor dem Schlussabschnitt Klartext: „Wir machen es Bremerhaven zu einfach. Jetzt werden wir in der Kabine mal ein ernstes Wort reden und geben dann Vollgas.“
Das dritte Drittel
Die Wild Wings konnten den Hebel nicht mehr umlegen. Nach dem 2:6 durch Colt Conrad (48.) wurde es ruhiger in der Helios Arena. Um 21.47 Uhr war die klare Niederlage besiegelt.
Statistik
Wild Wings – Bremerhaven 2:6 (2:2, 0:3,0:1).
Tore: 1:0 Uvira (6:14/5:4 – Assists: Platzer, Marshall), 1:1 Friesen (9:39 – ), 2:1 Scheel (11:26 – Swarz), 2:2 Herrmann (17:24 – Kinder, Hirose9; 2:3 Conrad (26:21 – Bettahar), 2:4 Urbas (34:24 – Jeglic, Bruggisser), 2:5 Friesen (35:58 – Mauermann), 2:6 Conrad (47:43 – Mauermann, Byström). Strafen: Wild Wings: 4 – Bremerhaven: 6. Schiedsrichter: Frano/Hinterdobler.
Zuschauer: 4405.