Panthers-Spieler Grant Teichmann und Co. hatten den Sieg beim Top-Team Bremerhaven schon vor Augen. Foto: Michael Kienzler

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen beim Top-Team aus Bremerhaven eine unglückliche 85:90-Niederlage kassiert.

Die Mannschaft von Coach Alen Velcic führte über weite Phasen der intensiven Partie und zeigte sich in der Offense deutlich im Vergleich zu den vergangenen Auftritten verbessert, doch dies nützte alles nichts. Am Ende standen Courtney Stockard und Co. mit leeren Händen da.

Wieder mit Niedermanner

Die Schwenninger Starting-Five war mit Courtney Stockard, Nate Britt, Felix Edwardsson, Chris Frazier und Rytis Pipiras besetzt. Nach zwei Spielen verletzungsbedingter Pause war Forward Jonas Niedermanner in Bremerhaven wieder mit an Bord.

Das erste Viertel ging mit 25:22 knapp an die Eisbären, die ihre Würfe vor allem aus der Distanz ansetzten und nach den ersten zehn Minuten mit einer 50-Prozent-Erfolgsquote bei den Dreiern einen starken Wert aufwiesen. In dieser Phase lief es in der Defense der Panthers noch nicht rund.

Im zweiten Viertel verzeichneten die Norddeutschen um die gut aufspielenden Curtis Davis und den Ex-Schwenninger Leon Friederici einen erfolgreichen Start. Sie verbuchten nach 14 Minuten mit einer 34:25-Führung ihren bis dahin größten Vorsprung.

Panthers mit 10:0-Run

Doch dann brach eine starke Phase der Schwenninger an, die sehr aggressiv und effektiv verteidigten, vier Minuten lang keine Gegenpunkte mehr zuließen und in der 18. Minute nach einem Dreier von Edwardsson mit 38:36 (10:0-Run) verdient vorne lagen. Bremerhavens Coach Michael Mai passte in dieser Phase offensichtlich auch nicht die Einstellung seines Teams. Er wurde deshalb in der Auszeit etwas lauter. Die Schlussphase des zweiten Viertels war ausgeglichen. Mit einem 44:44-Zwischenstand ging es in die Kabinen.

Krimi in der Crunchtime

Im dritten Viertel knüpften die Gäste nahtlos an ihre tadellose Phase im zweiten Abschnitt an. Die Panthers erspielten sich rasch eine 12-Punkte-Führung (65:53). Sie wiesen in diesen Minuten eine hervorragende Freiwurfquote (97 Prozent) sowie eine gute Zweier-Quote (56 Prozent) auf. Dazu engte Guard Kevin Bryant die Kreise von Eisbären-Spielmacher Davis ein, nahm dabei aber eine hohe Foulbelastung in Kauf. Bremerhaven fing sich gegen Ende des dritten Abschnitts wieder und lag vor dem letzten Viertel nur noch mit 62:68 zurück.

Dieses wurde zu einem Krimi. Sechs Minuten vor dem Ende führten die Neckarstädter mit 76:72. In der 38. Minute drehten die Hanseaten allerdings mit einem Dreier von Davis die Partie zum 79:78. Die anschließenden Zweier-Würfe von Nate Britt und Courtney Stockard verfehlten auf der anderen Seite jeweils ihr Ziel. Dann sorgte Friederici mit einem Dreier für die 84:80-Führung der Gastgeber – bei den Panthers brachte jedoch Chris Frazier seinen Distanzwurf nicht unter. Der Dreier von Davis (31 Sekunden vor dem Ende/87:81) bedeutete so etwas wie die Vorentscheidung, doch die Schwenninger gaben nicht auf. Zwei Freiwürfe von Niedermanner zum 83:87 sorgten noch für Hoffnung im Panthers-Lager. Doch es sollte nicht mehr für die Gäste reichen. Am Ende stand für sie ein unglückliches 85:90. Bester Panthers-Scorer war Courtney Stockard (18).

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