In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen am Sonntagnachmittag nach ihrer bislang schlechtesten Saisonleistung bei den Seawolves Rostock klar mit 64:100 verloren. (Symbolfoto) Foto: PDPics / 1363 images / pixabay

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen am Sonntagnachmittag nach ihrer bislang schlechtesten Saisonleistung bei den Seawolves Rostock klar mit 64:100 verloren. Die Neckarstädter stehen dennoch kurz vor dem Play-off-Einzug.

Aleksandar Nadjfeji, Co-Trainer der Panthers: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben Rostock viel zu viel zugelassen, machten in allen Bereichen viele Fehler. In der Offense haben wir oft zu überhastet abgeschlossen. Wir müssen aus diesem Spiel einiges lernen und für die kommenden Wochen mitnehmen. Rostock hat seine Klasse heute gezeigt und uns zurecht klar besiegt."

Chris Frazier, Panthers-Spieler: "Rostock ist eine sehr gute Mannschaft. Wenn man so spielt wie wir, dann verliert man eben mit 36 Punkten Unterschied. Wir müssen hart an uns arbeiten, um für die Play-offs bereit zu sein. So eine Leistung geht gar nicht."Kevin Bryant, Panthers-Spieler: "Diese Niederlage tut sehr weh. Wir müssen das noch einmal genau analysieren. So können wir uns nicht präsentieren. Wenn wir die Play-offs erfolgreich spielen wollen, brauchen wir viel mehr Stabilität und mentale Stärke."

Sid-Marlon Theis. Top-Scorer Rostock: "Wir haben bisher in dieser Saison wohl unser bestes Spiel gemacht und sind bereit für die Play-offs."

Die Panthers sollten die Partie bei einem der Meisterschaftsfavoriten schnell abhaken und sich auf die noch zwei ausstehenden Hauptrunden-Partien in Richtung Play-off-Qualifikation konzentrieren. Wenn die gewöhnlichen Top-Scorer wie Courtney Stockard oder Nate Britt lediglich zwei und fünf Punkte verbuchen, ist schon viel gesagt. Der Auftritt der Panthers war sehr enttäuchend, sollte aber nicht zu hoch aufgehangen werden. Immerhin zeigten die Seawolves ihre bisher beste Saisonleistung am Sonntag.

Aufgrund von Rückenbeschwerden musste Chefcoach Alen Velcic passen und wurde von Co-Trainer Aleksandar Nadjfeji vertreten.

Der Wochenend-Spieltag in der ProA sah zwei Absagen, da sich die Teams von Jena und Karlsruhe bis Anfang April in Quarantäne begeben mussten.

Schwacher Start

Bei den Panthers kehrten Chris Frazier und Kevin Bryant mit dem Spiel in Rostock an ihre frühere Wirkunsstätte zurück. Die Schwenninger erwischten gegen die Seawolves keinen guten Start, konnten in den ersten sechs Minuten nur zwei Punkte (2:11) verbuchen. Das Rezept der Hanseaten, es sofort mit Dreiern zu versuchen, ging in der Anfangsphase mit neun Punkten gleich auf. Insgesamt blieben die Gäste in den ersten zehn Minuten in der Offense zu harmlos (nur 13 Prozent Dreierquote) und mussten mit einem 13:21-Rückstand ins zweite Viertel.

In der Offense zu harmlos

In diesem lief es nicht besser für die Neckarstädter, die zu viele einfache Körbe in der Defense zuließen und in der Offense zu viele Fehler fabrizierten. Die Seawolves ließen den Ball gut zirkulieren und führten beim Pausengang mit 43:29. Die Gastgeber verteidigten stark und mit ihrem schnellen Umschaltspiel überzeugten sie ebenfalls. Bemerkenswert zu diesem Zeitpunkt der Blick auf die Statistik: Die Panthers hatten in der ersten Halbzeit lediglich eine Dreier-Quote von 19:36 Prozent geschaftt und nur einen Offense-Rebound für sich verbucht!

Probleme setzen sich fort

Im dritten Viertel blieben die Baustellen im Schwenninger Spiel. Die Defense machte es Till Gloger und Co. zu einfach – in der Offense wurden die Aktionen immer hektischer – kontraproduktiv – abgeschlossen. Nach 26 Minuten führten die Küstenstädter mit 63:42. Vor dem letzten Viertel lag die Mannschaft von Coach Dirk Bauermann mit sage und schreibe 77:47 vorne – die Partie war entschieden.

Theis macht die 100 voll

Die letzten zehn Minuten der Sonntag-Partie waren für die Gastgeber nur noch Formsache. Bitter war für die Gäste, dass mit dem Schlusszeichen Sid-Marlon Theis noch die 100er-Marke voll machte.

Vielleicht treffen sich aber beide Teams in den Play-offs noch einmal wieder. Für die Panthers geht es am Ostersamstag (19 Uhr) mit dem vorletzten Hauptrundenspiel in Ehingen weiter. Dort sollte dann die Play-off-Qualifikation eingetütet werden.

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