ein toller Beginn von Panthers-Spieler Jonas Niedermanner in Trier. Alle ersten neun Punkte der Schwenninger gingen auf das Konto des Forward. Am Ende feierten er und sein Team einen wichtigen Auswärtserfolg. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Schwenninger schaffen wichtigen Sieg und nehmen immer mehr Kurs Richtung Play-off-Qualifikation.

Die wiha Panthers Schwenningen haben in der ProA auswärts bei den Gladiators Trier mit 77:65 einen wichtigen Sieg am Samstagabend gefeiert. Damit entschieden sie auch den direkten Vergleich gegen einen vermeintlichen Direkt-Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Plätze für sich. Coach Alen Velcic hatte sein Team, das über die 40 Minuten eine konzentrierte, stabile und konsequente Leistung zeigte, taktisch hervorragend eingestellt. Das souverän geführte Schlussviertel der Panthers (19:11), in dem sie Trier mit einer neuen Defense-Taktik auch noch überraschten, bildete dann noch das I-Tüpfelchen auf einen sehr gelungenen Abend. Ganz klar, die Neckarstädter nehmen mit ihrem achten Saisonsieg immer mehr Kurs in Richtung Play-off-Qualifikation.

Coach Alen Velcic war nach dem Schlusszeichen sehr zufrieden: „Es war ein hochverdienter Sieg von uns, weil wir abgeklärt und ruhig dieses Spiel durchgespielt haben. Es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

Die Gäste boten ihre Starting-Five mit Ivan Mikulic, Jonas Niedermann, Robin Jorch, Grant Teichmann und Courtney Stockard auf. Die Schwenninger erwischten einen optimalen Beginn und führten nach vier Minuten mit 9:2. Kurios dabei: Für alle Punkte bis dahin auf Seiten der Panthers zeichnete Jonas Niedermanner verantwortlich. Das Gesicht des Spiels in der Folgezeit? Die Neckarstädter verteidigten stark mit einigen Blocks unterm eigenen Korb und ließen Trier, bei denen der neue Center Austin Wiley spielte, wenig Raum. Nach dem ersten Abschnitt führte die Mannschaft von Coach Alen Velcic verdient mit 18:14.

Viel an den Kräfteverhältnisen änderte sich im zweiten Viertel nicht. Die Panthers stellten die Offense der Gladiators weiterhin vor einige Probleme, profitierten aber auch davon, dass Triers Angriffsspiel insgesamt viel zu statisch und schlecht strukturiert war. Die Schwenninger zeigten dazu in der ersten Halbzeit vorne eine ordentliche Dreierquote mit 46 Prozent. Den erstmaligen Ausgleich der Moselstädter (24:24/15.) konterten die Gäste mit ihrer 34:32-Führung beim Pausengang.

Im dritten Viertel zeigten die Gastgeber einige Minuten lang ihre beste Phase, verschafften sich Vorteile bei den Offensiv-Rebounds und führten (25.) mit 44:41. Doch die Panthers zeichnete an diesem Abend auch aus, dass sie in engen Situationen immer die entsprechende Antwort parat hatten. Nach dem dritten Viertel lagen sie mit 58:54 vorne. Wichtig war en am Ende des dritten Viertels die zwei Dreier von Rytis Pipiras und gleich zu Beginn der Schlussabschnitts der Distanztreffer des starken Felix Edwardsson. In der zweiten Halbzeit drehte auch Point-Guard Nate Britt immer mehr auf. 6:15 Minuten vor dem Ende hatte sich das Schwenninger Team einen 14-Punkte-Vorsprung gegen spielerisch auch enttäuschende Trierer beim 68:54 erarbeitet. Damit brannte für Courtney Stockard (Schwenningens Top-Scorer mit 19 Punkten) und Co. nichts mehr an. Am Ende stand ein in dieser Saisonphase wichtiger 77:65-Sieg der Panthers. Besonders positiv war bei den Gästen ebenso, dass sie ihre Feldwurf-Quote – im Vergleich zur knappen Niederlage in Jena – von 38 Prozent auf erfreuliche 54 Prozent wieder hoch schrauben konnten. In Richtung Play-off-Qualifikation geht die Mannschaft Schritt für Schritt nun ihren erfolgreichen Weg weiter.

Am Mittwoch empfangen die Schwenninger die Nürnberg Falcons.

Bei den Gladiators Trier fehlte überraschend Center Kalidou Diouf. Er wurde inzwischen von Coach Marco van den Berg aus dem Kader aussortiert, „weil Kalidou nicht mehr in unser System passt. Wenn er einen anderen Klub findet, legen wir ihm in der jetzigen Transferperiode auch keinen Stein in den Weg.“

Der neue Verein könnte vielleicht Schwenningen im Februar sein. Alen Velcic bestätigt das Interesse. „Kalidou Diouf würde gut zu uns passen. Aber wir müssten schnellstens eine Dreizimmer-Wohnung für ihn und seine Familie finden. Wir bleiben mit ihm in Kontakt", so der Panthers-Coach.

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