Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten feierte die katholische Kirchengemeinde die Wiedereröffnung des Niedereschacher Katharinensaals mit zahlreichen Gästen.
Als ein besonderer Veranstaltungsraum und echtes Schmuckstück der Seelsorgeeinheit „An der Eschach“ gilt seit jeher der Katharinensaal unter der katholischen Kirche in Niedereschach, ob als Ort für kulturelle Veranstaltungen und Vorträge oder ausgelassene närrischen Feiern zur Fasnetszeit.
Und wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Planungen für den vor rund 60 Jahren erbauten und hin und wieder oberflächlich etwas „aufgehübschten“ Saal in die Wege geleitet, denn eine immer wieder aufgeschobene Großsanierung ließ sich nicht mehr vermeiden.
Angefangen von der WC-Anlage über die Küche bis hin zur Lichttechnik, der Schiebewand, der Bühne, der Theke, der Lüftung, der Beleuchtung und der Elektrik, überall war dringender Handlungsbedarf.
Am Freitagabend war es nun soweit, eröffnet vom Musikverein Harmonie Niedereschach, der mit seinem ersten Musikstück auch gleich die Tauglichkeit der neuen „Akustikdecke“ testete, konnte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Christine Blessing, im Namen des Kirchortteams zur Wiedereröffnung des in neuem Glanz erstrahlenden Katharinensaals begrüßen: Alle, die gekommen waren, um zu schauen und zu staunen, allen voran die kirchlicher Gruppierungen wie die KJG und die Ministranten, die Frauengemeinschaft und das Forum Niedereschach, die allesamt diesen Saal wieder mit Leben füllen sollen, wie die Vereine. Dazu kamen die Mitglieder des neuen Gemeindeteams, Mitglieder aus allen neun Gemeinden des Gemeindeteams An der Eschach, und natürlich die Planer und Handwerker.
Neues Kleid für die Räume
Die Segensworte zur Wiedereröffnung des Katharinensaals sprach Pfarrer Marcus Maria Gut, und in Vertretung des Bürgermeisters beglückwünschte seine Stellvertreterin Regina Rist die Pfarrgemeinde zur feierlichen Wiedereröffnung, nicht jedoch, ohne auf die abwechslungsreiche Geschichte des ehrwürdigen Katharinensaals einzugehen, der sich zur Wiedereröffnung nach einer gelungenen Sanierung in einem neuen Kleid präsentiere. Bewusst Kleid, denn wenn ein Saal der heiligen Katharina gewidmet ist, dürfe der ruhig ein wenig Eleganz ausstrahlen.
Den Saal mache seit jeher aus, dass er nie nur ein Raum war, sondern immer ein Ort voller Geschichten, an dem gelacht, getanzt, diskutiert und gebetet wurde, der Raum für kirchliche Feiern genauso wie für weltliche Feste biete. Besonders herauszuheben seien die unvergesslichen Fastnachtsveranstaltungen, bei denen vermutlich mehr Wahrheiten ausgesprochen worden seien als in so mancher Predigt.
Erich Hermle für Planung und Bauleitung zuständig
Anschließend wurde Erich Hermle vom Architekturbüro Halder als Planer und Bauleiter der Sanierung, bei dem alle Fäden zusammenliefen, von Christine Blessing einer Intensivbefragung unterzogen, wie zufrieden er denn mit dem neuen Saal sei. Der Architekt drehte den Spieß einfach um und gab die Frage an die Pfarrgemeinderatsvorsitzende zurück.
Und wie auch er zeigte sich Christine Blessing rundum zufrieden in der Hoffnung, dass dieses Urteil in den Gesprächen mit den Besuchern und Gästen seine Bestätigung finden möge. Weiter betonte Hermle, dass im Katharinensaal natürlich erheblicher Handlungsbedarf bestanden hatte, angefangen bei den Wänden über den Boden und den Vorhang bis zur ganz prekären Schiebewand und den allerdringendsten Problemen mit der Akustik, was Christine Blessing bestätigen konnte.
Nach Veranstaltungen die Ohren gescheppert
Da hätten einem manchmal nach Veranstaltungen wirklich die Ohren gescheppert, dies sei kein schöner Klanggenuss gewesen, auch Vorträgen sei nicht immer einfach zu folgen gewesen. Abschließend bat die Pfarrgemeinderatsvorsitzende alle Vertreter der Firmen und Handwerksbetriebe, die am Zustandekommen des neuen Katharinensaals beteiligt waren, zu sich nach vorne und bedankte sich mit einem Präsent.
Der Name
Schutzpatronin
Die heilige Katherina ist eine der bekanntesten Heiligen. Sie wird in der katholischen und der orthodoxen Kirche als Märtyrerin verehrt und ist Schutzpatronin der Schulen, philosophischen Fakultäten, Wagner, Müller, Jungfrauen, Mädchen, Studenten, Schüler, Bibliothekare, Gelehrten, Näherinnen und Schneiderinnen. Ihre Symbole sind ein zerbrochenes Rad und ein Schwert.