An der Seminarturnhalle wird groß für die nächste Rocknacht geworben. Foto: Heiko Hofmann

Rocknächte als Tradition? Damit kann die Alte Seminarturnhalle Nagold aufwarten. In der neuen Spielzeit stehen bereits die 47. und die 48. Ausgabe an.

Einst waren sie die jungen Wilden im Förderverein der Alten Seminarturnhalle. Mittlerweile ist bei einigen von ihnen auch schon das erste graue Haar zu entdecken. Das schmälert aber null ihren Einsatz: In der neuen Spielzeit der Alten Seminarturnhalle wird dank ihnen auch wieder zu Rocknächten eingeladen.

 

Chris Schäfer ist das Gesicht zu den Rocknächten. Der Sohn von Vereinschef Wolfgang Schäfer organisiert seit Jahrzehnten zusammen mit Freunden und Bekannten als Team die Rocknächte.

Die Erinnerungen an die ersten Rocknächte sind noch präsent als wären sie erst gestern gewesen. Und doch ist da auch schon ganz viel Tradition zu spüren. Eben eine andere Tradition. Eine rockige.

„Eigentlich ein perfekter Tag. Alle haben danach frei.“

Die 47. Rocknacht steht jetzt der Seminarturnhalle bevor. Sie wird am traditionellen Termin stattfinden – also einen Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit, am 2. Oktober. „Eigentlich ein perfekter Tag. Alle haben danach frei“, findet Chris Schäfer.

Das Ziel war und ist es auch weiterhin, aufstrebenden Bands eine Bühne zu bieten und die Live-Musik-Szene in der Region zu stärken. Und das kommt noch immer gut an.

Zwischen 200 und 300 Besucher kommen zu den Rocknächten der Seminarturnhalle. „Am Herbsttermin sind es meist ein paar mehr“, erzählt Chris Schäfer. Und auch bei den Helfern ist die Rocknacht gesetzt. 15 bis 20 Mitstreiter helfen da an Theke und an der Kasse mit. Hinzu kommen noch die Techniker.

„Sehr ironisch, sehr chaotisch, immer lustig“

„Diesmal wird’s etwas metal-lastig, aber sehr abwechslungsreich“, blickt Schäfer auf den 2. Oktober. „Built to Fall“ ist der Opener. Einen „wilden Mix“ prophezeit Schäfer für den Auftritt der 2019 gegründeten Band. Besonders schön: Teile der Band gehören zur regelmäßigen Helfer-Crew

Es folgt „Läberknecht“. Und damit eine Band, die tatsächlich noch älter ist als die Rocknächte. „Sehr ironisch, sehr chaotisch, immer lustig“, so Schäfer. Die siebenköpfige Kultband aus dem Stuttgarter Raum ist seit 1996 live unterwegs. Da treffen Metall auf Punk und Hip Hop auf Crossover. Die Band selbst nennt es „Fartcore-Mix“.

„Die liefern sensationell ab!“.

Und es geht sogar noch älter: „Undertow hat sich nämlich bereits 1993 gegründet. Sie sind das Highlight des Abends, haben auch schon mit bekannten Bands auf der Bühne gestanden wie Kreator, Paradise Lost oder Volbeat. „Groovige Vibes“, verspricht Chris Schäfer für diesen Auftritt.

Den Abschluss bildet „Skull & Crossbones“ mit modernem Power-Metal mit eingängigen Melodien. Die Band kennt man über das Festival Nagold Double Stage. „Das hat uns gut gefallen“, erzählt Schäfer. Also buchte man die Truppe für die Rocknacht. Schäfer ist sicher: „Die liefern sensationell ab!“.

Im Programm der Seminarturnhalle steht am 7. März 2026 eine weitere Rocknacht an. Dann die 48. Auflage. Die Bands hierfür stehen noch nicht abschließend fest.

Der Eintritt zu den Rocknächten am 2. Oktober 2025 und 7. März 2026 kostet zwölf Euro, Einlass ist um 20 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr.