Cyriaque Irié ist wieder fit und soll dem SC Freiburg in einem anstrengenden Januar helfen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Nachdem Cyriaque Irié beim SC Freiburg nach einer Malaria-Infektion fast die gesamte Hinrunde verpasst hat, ist der Angreifer wieder fit. Beim Afrika-Cup sammelte er Spielpraxis.

Am Ende war die Elfenbeinküste, deutscher Vorrundengegner bei der WM 2026, eine Nummer zu groß für die Nationalmannschaft aus Burkina Faso. Und dennoch dürfte Cyriaque Irié vom SC Freiburg den Afrika-Cup als Erfolg verbuchen.

 

Für diese Lesart entschied sich auch sein Club-Trainer Julian Schuster vor dem Bundesliga-Re-Start gegen den Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr). „Es war total erfreulich, dass er im Verlauf des Turniers immer mehr gespielt hat, was die Minuten angeht“, sagte Schuster über den Angreifer. Im dritten Gruppenspiel sowie bei der 0:3-Niederlage im Achtelfinale gegen die Elfenbeinküste stand Irié sogar in der Startelf.

„Das ist natürlich das, was wir mit unserer Vereinsbrille auch gehofft haben, dass er zu Einsatzzeiten kommt“, freute sich Schuster, der seinem Schützling vor allem offensiv gute Leistungen bescheinigte. Auf solche hofft man nun auch beim SC Freiburg, nachdem der Neuzugang nach einer Malaria-Infektion fast die gesamte Vorrunde über ausfiel. Erst zum Ende des Jahres 2025 stand der Offensivmann wieder zur Verfügung, das Spiel in Wolfsburg verpasste er dann aufgrund des Afrika-Cups, bei dem er viel Spielpraxis sammeln konnte.

Einsatz gegen den HSV ist noch offen

Ob er nun am Samstag gegen den Aufsteiger aus Hamburg direkt wieder im SC-Kader stehen wird, bleibt abzuwarten. Auf der einen Seite wolle man den „Schwung mitnehmen“, andererseits hatte der 20-Jährige „keine freie Zeit“, erklärte Schuster und sprach von einem „Spagat“, den man hinbekommen müsse.

Denn der Jahresauftakt gegen den HSV ist gleichzeitig der Startschuss für drei englische Wochen in Serie – einmal in der Liga gegen Leipzig am Mittwoch und zwei Spiele in der Europa League. Dass Irié direkt am Samstag, ohne Training und ohne Erholung von Spiel mit anschließender Rückreise über Paris nach Freiburg, viel Spielzeit sammeln wird, ist eher unwahrscheinlich. Zumal Schuster für die kommenden Wochen der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Ogbus vor einer Leihe?

Auch die zuletzt angeschlagenen Akteure – in Wolfsburg fehlten sowohl vorne als auch in der Verteidigung mehrere potenzielle Stammspieler – sind nach der kurzen Winterpause wieder fit. Viel Bewegung auf dem Transfermarkt ist daher im Breisgau nicht mehr zu erwarten. Einzig bei Bruno Ogbus könnte sich noch etwas tun, eine Leihe sei denkbar, wie Schuster am Donnerstag bestätigte.

Der Schweizer Abwehrspieler ist nach einem Achillessehnenriss zwar wieder fit, kam bei den Profis in dieser Saison jedoch noch nicht zum Zug. Da speziell für junge Spieler Einsatzzeit die „größte Währung“ sei, ist durchaus denkbar, dass der Sport-Club Ogbus in dieser Transferphase noch verleiht.