Nach einer Sprühaktion gegen das neue Wehrpflichtgesetz müssen am Rottenburger Eugen-Bolz-Gymnasium wieder die Anstreicher anrücken.
Nach dem missglückten Abi-Streich im Juli landete das Rottenburger Eugen-Bolz-Gymnasium (EBG) weltweit in den Medien.
Die Abiturienten hatten zur Feier des Endes ihrer Schulzeit ihre Penne außen und innen mit politischen Parolen und Sprüchen verunziert. Sie dachten, die verwendete Sprühkreide sei einfach mit Wasser abwaschbar. Das allerdings war ein Irrtum.
Abiturienten griffen selbst zu Pinsel und Farbe
Fassade und Innenwände der Schule mussten gereinigt und gestrichen werden. Um den Schaden zu beheben, griffen die zerknirschten EBG-Absolventen selbst zu Pinsel und Farbe. In den sozialen Medien, aber auch sonst in Presse, Funk und Fernsehen hagelete es hämische Kommentare wie „Deutschlands dümmster Abi-Streich“.
Seit dem Wochenende prangen am EBG wieder Parolen
Nun müssen Teile der Fassade des Gymnasiums erneut übermalt werden. Seit dem Wochenende prangen am EBG wieder Parolen, diesmal als Protest gegen das am Freitag im Bundestag beschlossene Wehrdienstgesetz. Im Gegensatz zu den reumütigen Abiturienten dürfte sich dieses Mal wohl niemand freiwillig als Verantwortlicher für die Sachbeschädigung outen.
Aber vielleicht ist von der letzten Streichaktion wenigstens noch ein bisschen Farbe da.