Der SC Lahr (hier ist Nico Gutjahr im Hinspiel im Kampf um den Ball) hatte mit Salem auch im Rückspiel seine Probleme. Foto: Künstle

Nach dem 0:4 im Hinspiel haben die Dammenmühlen-Kicker auch im Rückspiel in Salem nicht gewonnen. Beim 1:1 wurden in der ersten Hälfte gute Chancen liegengelassen.

Verbandsliga: FC Rot-Weiß Salem - SC Lahr 1:1 (0:1). Wenn im Sommer an der Dammenmühle keine Meisterparty steigt, ist ein Grund dafür schnell ausgemacht: Der SC Lahr lässt in dieser Saison gegen die Aufsteiger zu viele Zähler liegen.

 

Nach Niederlagen gegen Salem und Laufenburg in den Hinspielen, lief es gegen die Kicker vom Affenberg auch auswärts am Samstag nicht rund. In Salem nahm der SCL nur einen Punkt mit.

Da Teningen sich gegen Laufenburg zeitgleich keine Blöße gab und den Konkurrenten 6:1 abschoss, sind die Lahrer im Meisterrennen nun vier Punkte hinten dran. Damit hat das Team von Trainer Sascha Schröder Platz eins nicht mehr in der eigenen Hand.

Höhere Führung wird mehrfach verpasst

„Für unsere Ambitionen war das zu wenig. Das sind zwei verlorene Punkte gegen einen Abstiegskandidaten“, hält Petro Müller, Sportlicher Leiter der Lahrer, im Gespräch mit unserer Redaktion fest. „Es tut weh, gegen Salem nun insgesamt nur einen Zähler aus Hin- und Rückspiel geholt zu haben. Aber ein Unentschieden muss man der Mannschaft auch einmal eingestehen“, so Müller.

Der Grund für die Punkteteilung sei laut dem Lahrer Sportvorstand besonders in der ersten Hälfte zu finden. Nach nur sieben Minuten stand Moritz Bandle zwar goldrichtig, als ihm ein doppelt abgefälschter Ball vor die Füße fiel und er zentral zum Lahrer Führungstreffer verwandelte. Doch zum Pausentee hätten die Gäste mit einer höheren Führung im Rücken schreiten müssen. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, aber viele Chancen ausgelassen“, moniert Müller. Daher ging es nur mit einem 1:0 in die Kabinen.

Nach der Pause waren die Lahrer dann bei einem Eckball nicht aufmerksam genug. Nach 66 Minuten kam die Kugel rein und wurde am kurzen Pfosten auf den zweiten Pfosten verlängert. Dort stand Zie Ibrahim Cyril Kane richtig und musste nur noch zum Ausgleich für die Gastgeber einschieben.

Mentale Bürde könnte eine Erklärung sein

Nun gab es für die ambitionierten Lahrer in drei Duellen mit Aufsteigern nur einen Zähler. „Vielleicht hat die Mannschaft gegen diese vermeidlich kleinen Gegner auch eine mentale Bürde. Aber vielleicht liegt uns Salem als Gegner auch einfach nicht so“, sucht Müller nach Erklärungsansätzen für diese Statistik. Zu Hause gegen Linx haben die Lahrer kommendes Wochenende die Chance, den Ausrutscher vergessen zu machen. „Dann ist alles auch wieder in Butter“, so die Hoffnung von Müller.

SC Lahr: Leptig; Stopp, Sö. Zehnle, Fries (70. Lehmann), Wirth (70. Naletilic), Bandle, Bross (89. N. Müller), Häußermann, Allgaier (70. Keita), Kalt, Gutjahr.

Tore: 0:1 Bandle (7.), 1:1 Kane (66.).

Kein böses Blut bei Keita
Vor dem Spiel des SC Lahr in Salem war der Wechsel von Mick Keita zum SC Durbachtal im Sommer bekannt geworden. Der Transfer war an der Dammenmühle allerdings nicht lange ein Thema. „Mick möchte mehr Spielzeit und hat sich deshalb für Durbach entschieden. Spieler kommen und gehen. Das ist kein Thema für uns“, ordnet Sportvorstand Petro Müller ein. Er sei überzeugt, dass Keita für die Dammenmühlen-Kicker bis Sommer sicher noch das ein oder andere Tor beisteuern wird.