Drei Tage „Fußball pur“ bot der Sparkassen-Indoor-Cup 2025. Die Zuschauer bekamen am Ende 507 Tore zu sehen. Wir haben Stimmen der Protagonisten gesammelt.
Die 29. Auflage des Sparkassen-Indoor-Cups war ein voller Erfolg – dies lässt sich nach den drei Turniertagen zweifelsfrei festhalten. Und es wurde wieder klar, dass die Veranstaltung weitmehr als ein Fußballturnier ist, es ist ein Ort für Begegnungen.
Wenn vor, während und nach dem Turnier auf dem Feld oder am Rande der Bande alte Weggefährten aufeinandertreffen, hat es fast schon etwas von „Klassentreffen“, einem sehr schönen wohlgemerkt. So gab es auch dieses Jahr spannende Geschichten.
Wissmann lobt sein Team
Marc Wissmann im „Terminstress“: Mit dem 2. Platz am Samstag und dem 3. Platz am Sonntag setzte der SV Dotternhausen richtige Ausrufezeichen. Co-Trainer Marc Wissmann erzielte hierbei Tor um Tor und schwärmte nach der Siegerehrung: „Der Indoor-Cup ist immer schön, man sieht so viele Bekannte, es macht immer Spaß. Ein Riesenkompliment auch an meine Truppe, ich bin sehr gerne in Dotternhausen und könnte mir vorstellen auch lange zu bleiben.
Groß feiern konnte er aber zumindest in der Mey-Generalbau-Arena nicht mehr. Schmunzelnd erzählte er: „Ich habe nun noch ein Abitreffen.“
Foelschs etwas anderer Indoor-Cup: Erstmals in seiner langen Laufbahn spielte Lukas Foelsch auch in der Vorrunde und beim „Kleinen Turnier“ mit. Mit dem TSV Frommern war er also an allen drei Tagen im Einsatz und erklärte: „Mir macht es immer Spaß sich zu messen, egal ob Vor- oder Hauptturnier. Ein Großes Dank an die Organisatoren, dass sie das Jahr für Jahr auf die Beine stellen.“
Gegen die Ex-Clubs
Mit dem 3. Platz am Samstag zeigte er sich „vollkommen einverstanden“, und auch der Viertelfinaleinzug am Sonntag stimmte ihn zufrieden. „Ich bin stolz auf das Team, wir haben in der Gruppe einen Landesligisten geschlagen und echt ordentlichen Fußball gespielt.“ Der 38-Jährige traf im Verlauf auf seine beiden Ex-Vereine TSG Balingen und FC Holzhausen. „Man spielt gegen Kumpels, da hat man ein Lachen auf dem Gesicht. Man will auf dem Platz zeigen, wie gut man ist. Und man weiß auch nicht, wie oft es diese Duelle noch gibt“, so Foelsch, der nach dem Turnier beispielsweise noch lange mit Sascha Eisele im Dialog war.
TSG-U19 ganz stark: Nachde
m die A-Junioren der Balinger schon in der Vorwoche beim Burger King Super-Cup in Albstadt triumphierten, siegte das Team von Mehmet Akbaba auch beim „Kleinen Turnier“ am Samstag. Im Hauptturnier war gegen Titelverteidiger FC Holzhausen im Viertelfinale Schluss. Man hielt lange mit und glich zwei FCH-Führungen wieder aus, kassierte aber kurz vor Schluss das 2:3.
TSG-U19 überzeugt
Akbaba saget zum Auftritt seines Teams: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier und stolz auf die Jungs. Wenn du das kleine Turnier gewinnst und beim Großen ins Viertelfinale kommst, kann sich das schon sehen lassen. Wir hatten auch etwas Lospech, da wir gegen die 1. Mannschaft in der Gruppe und gegen den Titelverteidiger gleich im Viertelfinale gespielt haben, aber wir haben in beiden Spielen viel richtig gemacht und hatten beide Teams kurz vor der Niederlage.“
Wenn Feldspieler zu Torspielern werden: Fabian Fecker, der mit der TSG Balingen den Titel holte und Murat Isik vertrat, brachte es auf den Punkt: „Hallenfußball entwickelt sich immer mehr zu einem Torspieler-Spiel.“ So setzte die TSG neben Louis Potye auch auf Matthias Schmitz als „Flying Goalkeeper“, der aus dieser Position mehrmals traf. Bei der TSG-U19 zeigte Ege Günes, eigentlich Mittelfeldspieler, sein Können auf der Linie und traf ebenfalls als Torspieler „getarnt.“
Ege Günes mit starker Leistung
Akbaba lobte: „Ege war ein wichtiger Faktor und hat uns sehr viel geholfen. Es ist ein Vorteil, wenn du ein Feldspieler im Tor hast, der auch gut halten kann.“
Unter anderem setzten auch der FC Holzhausen in Person von Lysander Skoda sowie der SV Dotternhausen (Julian Oberle und Florian Kath) auf eigentliche Feldspieler zwischen den Pfosten. Bei der SG Empfingen war mit Kevin Fritz zwar ein gelernter Torhüter am Start – es hinderte ihn aber nicht daran, vier Turniertore zu erzielen.
Sehr junge SG Empfingen
SG Empfingen bunt durchgemischt: Viele Zuschauer dürften mit Blick auf die Besetzung der SG Empfingen überrascht gewesen sein. Von den arrivierten Kräften waren nur der angesprochene Fritz sowie Luis Stütz dabei, aufgefüllt wurde mit Akteuren aus der 2. Mannschaft und U19.
Co-Trainer Matthias Stüber, der die Mannschaft coachte, erläuterte: „Wir hatten zuletzt viele angeschlagene Spieler, da wollten wir kein Risiko eingehen.“ Im Viertelfinale war gegen Dotternhausen Schluss. „Wir haben so noch nie zusammen gespielt, wir sind von Spiel zu Spiel besser geworden. Ich bin zufrieden mit den Jungs. Von Kevin Fritz habe ich eingefordert, dass er auch ein Stück weit Spielmacher ist. Das hat er in Bravur umgesetzt.“
Lob an die Helfer: „Wir sind super zufrieden. Es ist ein wahnsinniger Kraftakt, aber man bekommt viele schöne Momente zurück. Ein großes Lob an alle Helfer, die das seit vielen Jahren machen“, honorierte Jonathan Annel.