Beim Mercedes schlugen in der Nacht zu Montag die Flammen zunächst im Frontbereich hoch – das erinnert an die Vorgehensweise des unbekannten Feuerteufels, der zwischen September 2017 und August 2019 im Lahrer Raum 47 Autos anzündete. Foto: Kamera 24

Kriminalität: Polizei sucht Brandstifter

Lahr - In Lahr treibt  wieder ein Autozündler sein Unwesen, das ist mittlerweile so gut wie sicher. Erneut wurde die Lahrer Feuerwehr  in der Nacht auf Montag zu einem brennenden Auto in den Bädleweg gerufen.

In dieser kurzen Sackgasse  hatte genau eine Woche vorher, ebenfalls in der Nacht auf Montag, bereits ein Kleintransporter gebrannt (wir berichteten). Der Alarm ging damals um 0.07 Uhr ein, dieses Mal war es um 0.11 Uhr. Wie vor einer Woche fing ein Wagen im vorderen Bereich Feuer. Es war der Mercedes, der genau neben dem Transporter geparkt war und bereits beim Brand in der vorigen Woche beschädigt worden war. Zwar gelang es den Wehrmitgliedern, das Feuer schnell zu löschen, das Auto vermochten sie jedoch nicht mehr zu retten – es ist ein Totalschaden.

Unmittelbar nach den Löscharbeiten hat die Kripo die Ermittlungen aufgenommen. Alarmierend für die Ermittler ist vor allem die Tatsache, dass beide Fahrzeuge – letzte Woche der Transporter und nun der Mercedes – in der Frontpartie zu brennen begonnen haben. Das war in vergangenen Jahren auch bei der Brandserie eines unbekannten Feuerteufels in Lahr und umliegenden Gemeinden der Fall.

Um ihn war es zuletzt ruhig geworden. Auf die Frage unserer Redaktion, ob ein Zusammenhang  zu der Brandserie von vor zwei Jahren vermutet wird, heißt es von Seiten der Polizei jetzt nur, dass man sich an Spekulationen nicht beteilige. Fest stehe, dass der Mercedes absichtlich angezündet wurde, so die Polizei. Nach dem Brand seien mehrere Personen in der Nähe des Tatorts kontrolliert worden. Es werde geprüft, ob sie etwas mit dem Feuer zu tun haben.

Täter fackelt 47 Autos ab

Im September 2017 begann in der südlichen Ortenau eine beispiellose Serie von Autobränden: In 47 Fällen gingen zwischen Schwanau und Ettenheim mehr als 60 Fahrzeuge in Flammen auf. Den Gesamtschaden beziffern die Ermittler auf deutlich mehr als eine halbe Million Euro.

Den bis dato letzten Autobrand in Verbindung mit dem Feuerteufel datieren die Ermittler auf August 2019. Damals wurde ein Auto in der Dinglinger Hauptstraße angezündet. Der mutmaßliche Täter wurde von einem Zeugen gesehen und sogar angesprochen. Die Fahndung nach dem Mann blieb erfolglos. Bislang war die Hoffnung, dass der Brandstifter nach seiner Beinahe-Entdeckung kalte Füße bekommen und sein Treiben eingestellt hat.

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