Der Ortschaftsrat von Waldhausen diskutiert im Gasthaus Blume über den Wasserschaden. Die Zwischenbilanz ist ernüchternd.
Unerwartete Ereignisse ziehen unerwartete Aktionen nach sich: Aufgrund eines Wasserschadens im Bürgersaal fand die jüngste Ortschaftsrat-Sitzung im Gasthaus Blume statt. Das Interesse der Dorfgemeinschaft daran, wie es weitergeht, war groß.
Ortsvorsteher Horst Kritzer fasste die Ereignisse zusammen: Anfang Januar wurde der Schaden festgestellt. An der Heizungsanlage auf dem Dachboden war ein Rohr geplatzt. Die Decken liefen voll und es bildete sich Schlacke, die Gefahr einer Schimmelbildung ist groß. Der Schaden wird nicht von der Gebäudeversicherung übernommen, weil diese keine Schäden durch Leitungswasser abdeckt.
Bürgermeister Micha Bächle erläuterte, dass 80 Kubikmeter Wasser ins Gebäude gelaufen seien. Alle hätten schnell reagiert und viele Helfer seien vor Ort gewesen. Eine schnelle Lösung gebe es nicht. Derzeit fänden zahlreiche Gespräche darüber statt, wie es weitergehen soll. Eine Sanierung sei aktuell keine Option.
Im Rückblick sei das Gemeindehaus schon lange auf dem Plan, doch jetzt müsse man reagieren. Es gebe viele Ideen wie einen Komplett- oder Teilabriss. Bächle wies darauf hin, dass dann in Zukunft Kosten für die Nutzer anfallen. Die Tendenz gehe Richtung Teilabriss und eingeschossigem Neuaufbau. Eigene Vereinsräume werde es nicht geben.
In der Diskussion steht auch die Scheune am Waldhauser Hof. Dort ist ein Umbau geplant und die Dorfgemeinschaft könnte eine Teilnutzung erwerben. Auch die Anwesenden durften mitdiskutieren. Das Fazit: Waldhausen braucht dringend eine Lösung. Übergangsweise werde man sich mit Ausweichquartieren behelfen, doch langfristig brauche die Dorfgemeinschaft ein festes Domizil.
Keine schnelle Lösung
Eine schnelle Umsetzung sei schwierig, weil man einerseits einen Plan brauche, andererseits könne man Anträge auf Zuschüsse nur einmal im Jahr stellen und dürfe vorher nicht mit der Umsetzung beginnen. Zu einem Beschluss kam es nicht.