Die Hollywood Hills? Mitnichten: Dieser Schriftzug prangt über Epfendorfs Dächern. Foto: Pfannes

Dieser Blickfang sorgt für Staunen: Epfendorf hat sein eigenes Hollywood Sign. „Springfield“ steht da in großen Lettern an der Käppeleshalde. Dauerhafte Deko?

Dass die großen weißen Buchstaben an der Käppeleshalde hoch über Epfendorfs Dächern prangen, hat einen guten Grund: Schließlich wurde kürzlich zum 15. und gleichzeitig letzten Mal das Kultfest „Springfield“ gefeiert. War’s das nun endgültig, oder haben die Organisatoren noch ein Ass im Ärmel? Und was geschieht mit dem Schriftzug?

 

Eine bessere Veranstaltungswerbung als diese gibt es wohl kaum. Ob es nun daran lag oder daran, dass sich das „Springfield“ in den vergangenen 15 Jahren über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht hat: Auch wenn das Wetter schlechter denn je war, zog es doch rund 1200 Besucher am ersten Augustwochenende unter den großen Fallschirm aufs Epfendorfer Sportgelände.

Schlechtes Wetter, tolle Stimmung

Dafür hatten die Organisatoren – eine Gruppe aus 21 Leuten, die für die Veranstaltung dieses Festes einst eine GbR gegründet hat – in Sachen Line-up noch einmal mächtig aufgefahren. Von mitreißenden Live-Bands wie „Voice Crack“ und „Shepherds Mound and the Fish“ bis zu über die Region hinaus bekannte DJs sorgten für die Musik. Und die Menge sei unbekümmert durch den Matsch gesprungen, berichtet uns Robin Boos vom „Springfield“-Team.

Ein Gag zu Werbezwecken

Was nun den Hollywood-ähnlichen Schriftzug angeht, so erfahren wir, dass dieser zum ersten Mal vor fünf Jahren die Käppeleshalde geschmückt hat – damals anlässlich des zehnjährigen Bestehens und in erster Linie, um die Veranstaltung zu promoten.

Zum 15-Jährigen habe man die Buchstaben nun wieder herausgeholt und wollte sie über den Festmonat noch stehen lassen, erklärt Boos. So dauerhaft wie das Hollywood Sign ist die Installation also nicht. Bei Besuchern des Festes und Epfendorfs kam die pfiffige Idee wohl überwiegend gut an. Und ein Blickfang ist der Schriftzug allemal.

Wie geht es nun weiter?

Und wie geht es nun nach dem „Springfield“-Aus weiter? „Das Fest an sich ist Geschichte, der Aufwand war einfach zu groß und mit anderen Verpflichtungen unserer Teammitglieder nicht zu vereinbaren“, erklärt Robin Boos. Aber die Gruppe bleibe bestehen, und vielleicht stelle man auch noch einmal ein Fest auf die Beine, wenn auch in kleinerem Umfang. „Die Buchstaben kommen nach dem Abbau zurück in unser Lager“ – und sind damit griffbereit, sobald die Organisatoren wieder das Veranstaltungsfieber packt.