Links die Sparkasse, vorne rechts die ehemalige Hirschberg-Apotheke. Ganz hinten rechts die Marktbäckerei (ehemals K&U) im Zentrum Neige, in dem auch Ärzte, ein Edeka, die Volksbank und weitere Geschäfte ihr Räume haben. Foto: /Maja Dick

Vor bald einem Vierteljahr hat Heidrun König ihre Apotheke im Zentrum Neige aufgegeben. Doch wie geht’s nun weiter?

Dunkel und verwaist ist das Ladenlokal: Die Kunden der früheren Hirschberg-Apotheke im Zentrum Neige auf dem Balinger Heimlichen Wasen vermissen ihre Apotheke, die Inhaberin Gudrun König zum 12. Juni aus Altersgründen aufgegeben hatte, schmerzlich. Wie praktisch es doch „früher“ war – Ärzte und eine Apotheke im gleichen Gebäudekomplex. Auch für ein Schwätzchen hatte Heidrun König immer Zeit. Das ist nun beinahe ein Vierteljahr her, und offenbar tut sich noch nichts in dem Ladenlokal. Oder doch? Wie und wann geht es nun weiter in den Räumen zwischen der Markt-Bäckerei und Edeka Kuhn?

 

„Es ist ja bekannt, mit welchen Schwierigkeiten die Apotheken bundesweit zu kämpfen haben“

Der Gebäudekomplex gehört der Conzept Immobilien GmbH, deren Geschäftsführer Joachim Feyrer ist. Auf Anfrage bestätigt er, dass es bis dato noch keinen Nachmieter gibt. Man sei aber auf der Suche nach einer Apotheke, die dort wieder einziehen möchte. Dass das noch nicht geklappt hat – darüber müsse man sich nicht wundern: „Es ist ja bekannt, mit welchen Schwierigkeiten die Apotheken bundesweit zu kämpfen haben.“ Die Urlaubszeit komme erschwerend hinzu. „Wir hoffen auf den Herbst“, erklärt Feyrer.

Als der Gebäudekomplex auf dem Heimlichen Wasen anno dazumal gebaut wurde, habe Joachim Feyrer die Wünsche für die Innengestaltung der Apotheke toll umgesetzt, wie Heidrun König beim Abschied sagte. Auch König hatte vergeblich nach einem Nachfolger gesucht: „Der Personalmangel macht es auch in unserer Branche schwer“, sagte sie damals.

Sollte sich dann in absehbarer Zeit noch immer kein interessierter Pharmazeut gefunden haben, müsse man umdenken und überlegen, welche Art von Geschäft dort ebenfalls gut untergebracht wäre, meint Joachim Feyrer abschließend.