Armin Hotz wird in der kommenden Saison nicht mehr Spielertrainer des TSV Frommern sein. Darüber hinaus steht die Zukunft des 34-Jährigen in den Sternen.
Im Gespräch mit unserer Zeitung hält sich Armin Hotz eher bedeckt, was das Ende seiner Amtszeit als Spielertrainer des TSV Frommern angeht. Er wolle keine Interna an die Öffentlichkeit tragen, denn er stellt klar: „Es herrscht kein böses Blut.“ Dennoch gibt der 34-Jährige offen zu, von der Kommunikation rund um seine Nicht-Verlängerung enttäuscht zu sein.
Frommern entscheidet sich für Lukas Foelsch
„Ich hatte das Gefühl, dass ich die Mannschaft in den letzten Wochen der Saison immer besser erreicht habe und wir dementsprechend auch Erfolg hatten. Ich hätte mir in dieser Phase gut vorstellen können, meinen Vertrag zu verlängern.“ Diese Option gab es jedoch irgendwann nicht mehr, als sich der TSV für eine Zukunft mit Lukas Foelsch als neuen Spielertrainer entschieden hatte. Zwischenzeitlich stand wohl auch kurz im Raum, ob Foelsch und Hotz gemeinsam an der Seitenlinie stehen – das wäre für den Landesliga-Absteiger aber wohl finanziell nicht zu stemmen gewesen.
Wenige Wochen zuvor – in einer sportlich enorm schwierigen Phase – hatte Hotz den Verantwortlichen noch kommuniziert, dass sie sich mit anderen Kandidaten unterhalten sollten, um am Ende nicht ohne neuen Trainer dazustehen. „Die Arbeit mit der Mannschaft hat mir natürlich trotzdem sehr viel Spaß gemacht, aber im Fußball wird man immer auch an Ergebnissen gemessen.“ Zu diesem Zeitpunkt sei eine weitere Zusammenarbeit von seiner Seite aus eher weniger vorstellbar gewesen, so Hotz.
Andreas Hotz wechselt nach Straßberg
Doch unter der Federführung des 34-Jährigen starteten die Schwarz-Gelben eine Siegesserie – und scheiterten letztendlich im letzten Relegationsspiel an der SpVgg Freudenstadt. Trotz der großen Enttäuschung des Abstiegs stand Hotz einer weiteren Saison an der Frommerner Seitenlinie offen gegenüber, doch der TSV entschied sich für einen anderen Weg. „Ich kann das sportlich total nachvollziehen. Luki ist ein super Typ und hat natürlich noch mal eine andere fußballerische Vita vorzuweisen als ich“, stellt er klar. Dennoch sei die Kommunikation rund um diesen Schritt „nicht gut“ gewesen. Aus diesem Grund kann sich Armin Hotz aktuell nicht vorstellen, noch einmal für den TSV Frommern die Fußballschuhe zu binden. Auch sein Bruder Andreas hat den Absteiger verlassen und schließt sich zur kommenden Saison Bezirksliga-Konkurrent TSV Straßberg an. Doch auch allgemein gesprochen steht die Zukunft des 34-Jährigen in den Sternen. Mindestens drei bis vier Monate wird es noch dauern, bis Hotz nach seinem Kreuzbandriss wieder in den Spielbetrieb eingreifen kann. „Klar, ich mache mir Gedanken, ob ich überhaupt noch mal aktiv spielen werde. Ich bin in einem Alter, in dem man sich langsam auch mit dem Karriereende beschäftigt – gerade nach so einer langen Verletzungspause.“
Mehrere Angebote für die Genesung abgelehnt
Sollte seine Spielerkarriere tatsächlich vorbei sein, könnte Armin Hotz dem Fußball dennoch treu bleiben. Seine Arbeit in Frommern habe ihm enorm viel Spaß gemacht, so dass auch ein erneutes Engagement als Trainer in Zukunft alles andere als ausgeschlossen ist. „Ich hatte auch schon ein paar Angebote, die mich zum Teil sehr gereizt haben“, verrät der 34-Jährige. Am Ende habe er sich aber gegen all diese Aufgaben entschieden, um sich voll und ganz auf die Genesung seines Knies konzentrieren zu können.
Auch wenn er ohne diese Doppelbelastung besser zurecht kam, schließt Hotz auch einen Job als (Co-)Spielertrainer nicht aus: „Wahrscheinlich würde ich mich für eine der beiden Rollen entscheiden, aber wer weiß?“ Oberste Priorität ist es, seinen Kreuzbandriss komplett auszukurieren. Danach lässt Armin Hotz alles auf sich zukommen.