Das Haus in der Rietheimer Straße in Villingen ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Foto: Marc Eich

Nur zwei Tage nach dem schlimmen Wohnhausbrand in Villingen scheint die Ursache für das Feuer gefunden worden zu sein. Es kam wohl zu einer Verkettung unglücklicher Umstände.

Ein zerstörtes Wohnhaus, drei glücklicherweise nur leicht verletzte Menschen und ein über Stunden vermisster Hund: Der Brand in der Rietheimer Straße in Villingen hat für großes Aufsehen gesorgt. Nur wenige Tage später scheint bereits klar, wie es dazu kommen konnte.

 

Entscheidende Hinweise sollen dabei insbesondere von der betroffenen Familie gekommen sein, wie unsere Redaktion erfuhr. Im Fokus steht eine Infrarotlampe zum Wärmen im Zimmer des Sohnes. Dies bestätigt Polizeisprecher Daniel Brill auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Lampe soll das Bett des Jugendlichen in Brand gesetzt haben, nachdem sie auf Decke und Kopfkissen gefallen war. Wie genau der Ablauf vonstatten ging, ist aber noch Gegenstand der Ermittlungen der Polizei, wie Brill erklärt. Die Beamten versuchen nun, das Szenario zu rekonstruieren, um das Rätsel gänzlich lösen zu können.

Klar ist: Das Feuer hat sich in der Folge rasend schnell vom Bett über das Zimmer auf die gesamte Wohnung und anschließend auf das darüberliegende Stockwerk ausgebreitet. Es schnitt der Mutter und der Tochter den Fluchtweg ab. Die beiden mussten vom Dach des Mehrfamilienhauses per Drehleiter von der Feuerwehr gerettet werden.

Da die Ursache des Brandes dank der Zeugenaussagen bereits feststeht, war es offensichtlich nicht notwendig, den Ort des Geschehens von Kriminaltechnikern untersuchen zu lassen. Auch die Staatsanwaltschaft verzichtete nach Angaben von Daniel Brill auf die Beauftragung eines Sachverständigen.

„Die Versicherung hat einen Sachverständigen beauftragt“, so der Polizeisprecher. Dieser hat sich bereits ein Bild vom Brandort gemacht, um die Ursachenforschung voranzutreiben.