Ed und Edda Euromaus surfen in Lahr. Foto: Melanie Jilg

Ob er kommt, ist weiterhin völlig offen, doch hat der Lahrer Surfpark jetzt eine wichtige Absolution erhalten – aus Rust. Das ist alles andere als selbstverständlich, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

Ob er kommt, ist weiterhin völlig offen, doch hat der Lahrer Surfpark jetzt eine wichtige Absolution erhalten – aus Rust. Das ist alles andere als selbstverständlich, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

 

Wer sich mit „Surfield“-Befürwortern unterhält, hört im Verlauf des Gesprächs irgendwann ziemlich sicher ein Wort: Europa-Park. Die Nähe zum Touristenmagnet schlechthin wird gerne herangezogen, um zu verdeutlichen, warum eine künstliche Anlage für Wellenreiter in der Region funktionieren kann. Flapsig ausgedrückt: Unter den jährlich sechs Millionen Rust-Besuchern werden sich schon genug finden, die noch ein, zwei Tage auf dem Surfbrett in Lahr dranhängen.

Indes – statt eine vielversprechende Symbiose hätte die Ruster Spaßfabrik auch ganz leicht das Todesurteil für den Lahrer Surftraum bedeuten können. Was viele nämlich nicht (mehr) wissen: Als die Familie Mack für ihren „Zweitpark“ – die Wasserwelt Rulantica – einst die ersten Pläne vorstellte, war darauf neben einer Vielzahl von Rutschen, einem Wellenbad und einem stattlichen Außenpool auch ein sogenannter Surfsimulator eingezeichnet. Dieser, war später zu vernehmen, wurde aus Kostengründen nicht umgesetzt – vorerst. Doch wie der Europa-Park wächst auch die Wasserwelt ständig, und speziell Letztere verfügt über hektarweise Erweiterungsfläche. Zum fünfjährigen Rulantica-Bestehen haben wir in Rust nachgefragt: Ist der Bau einer Surfanlage aktuell ein Thema? Klare Antwort aus der Pressestelle: Nein.

Das dürfte für Aufatmen beim „Surfield“-Planer sorgen. Denn bei allem Respekt für dessen Bemühungen – unter der Konkurrenz zum Weltunternehmen Europa-Park wäre die Idee vom Surfpark schneller und härter gebrochen als die Kunstwellen, die dann nie geritten worden wären in Lahr.

So kann die Standort- und Investorensuche weitergehen. Wie zu hören ist, machen Rathaus und Projektentwickler bei beidem Fortschritte. Wer weiß – vielleicht profitiert am Ende nicht nur „Surfield“ vom Europa-Park, sondern auch der Europa-Park von „Surfield“. Zumindest ein bisschen.