Wie gehts weiter mit dem Gelände der Winzergenossenschaft in Schliengen? Foto: Alexander Anlicker

Was aus dem Gelände der ehemaligen Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim wird, fragen sich neben den Schliengener Einwohnern auch viele Pendler.

In der Nacht auf den 12. September 2023 hat ein Großbrand große Teile des Gebäudes, in dem sich unter anderem das Flaschenlager befand, zerstört. Im Sommer 2024 war klar, dass der zunächst ins Auge gefasste Wiederaufbau wirtschaftlich nicht tragbar war. In der Folge hatten die Schliengener Winzer und die Markgräfler Winzer in Efringen-Kirchen zunächst eine Kooperation vereinbart. Die Mitgliederversammlungen beider Genossenschaften beschlossen im November 2024 die Fusion.

 

Interessenten für Grundstück

Auf die Nachfrage, wie es mit dem Gelände weitergeht, antwortet der geschäftsführende Vorstand der Markgräfler Winzer, Hagen Rüdlin, dass es mehrere Interessenten gebe. Aus Rücksicht auf die laufenden Verhandlungen wolle er sich aber nicht weiter dazu äußern. Wenn ein adäquates Konzept vorliege, dass auch mit den Entwicklungszielen der Gemeinde übereinstimme, werde man die Öffentlichkeit informieren. Außerdem sei man mit der Gemeinde Schliengen im Dialog.

Außerdem erinnerte er daran, dass ein Teil der Fläche noch als Lager für Flaschen und Kartonagen genutzt werde. Bis zum Verkauf des Geländes brauche es eine alternative Lageridee, ergänzte Rüdlin.

Gemeinde wartet auf Projektideen

Er sei im Gespräch mit Hagen Rüdlin, erklärte Schliengens Bürgermeister Christian Renkert. Rüdlin habe um etwas Zeit gebeten, sagte Renkert. Er sei vor den Sommerferien noch davon ausgegangen, dass im November die ersten Projektideen vorliegen könnten. Der Bürgermeister erklärte mit Blick auf die Planungshoheit der Gemeinde, dass die Genossenschaft die Gemeinde einbinden müsse, wenn es Interessenten gebe. Es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, meinte Renkert. Mit Rüdlin habe er vereinbart, dass er ihn kontaktiere, wenn es ein Projekt gibt, das spruchreif ist.