Der Nagolder Neuzugang Matthias Rauser kommt vom 1. FC Altburg. Foto: Kraushaar

Der VfL Nagold tut sich beim 2:1 gegen den FC Rottenburg sehr schwer. Am Samstagnachmittag steht nun eine Herkulesaufgabe bevor.

Die Vorbereitungsphase befindet sich aktuell auf dem Höhepunkt. Derzeit wird vor allem an der Fitness-Schraube gedreht, das eine oder andere Ergebnis in den Testspielen ist sicherlich unter Vorbehalt zu beurteilen – wie die 1:2-Heimniederlage der SV Böblingen gegen den Türk. SV Herrenberg belegt.

Es steht noch Arbeit bevor

Das gilt auch für den Vergleich zwischen dem VfL Nagold und dem FC Rottenburg, der am Mittwochabend mit einem knappen 2:1-Sieg (Halbzeit 1:1) für die Gastgeber endete. Gut drei Wochen vor dem ersten Punktspiel – der VfL Nagold steigt wegen einer Spielverlegung erst am 19. August mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Wittendorf in den Spielbetrieb ein – bleibt noch genügend Zeit, um an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen.

Die Startaufstellung im Spiel gegen den FC Rottenburg war aber auf jeden Fall ein Fingerzeig. Laurenziu Biemel mit der Nummer 10 als neue „Zentrale“ im Mittelfeld? Joel Mogler als Nummer 1 im Tor – und kehrt Marco Quiskamp auf die „Sechs“ zurück? Offen, denn gegen den Bezirksligisten haben die Fleischle-Brüder gefehlt und Özhan Berk sowie Jan Beifuß im ersten Abschnitt neben anderen auf den Bank Platz genommen.

Nick Schweizer, Admir Osmicic, Serach von Nordheim, Perparim Halimi, Marco Quiskamp und Tastan Burak waren für die Defensivaufgaben nominiert, Christos Thomaidis und Jürgen Schechinger für Nagolder Tore zuständig. Getroffen hat im ersten Abschnitt jedoch nur Laurenziu Biemel (13.). René Hirschka war nach einer halben Stunde der Ausgleich gelungen.

Beim Wechsel durchgewechselt

Nach der Pause kamen Fabian Mücke, Nico Graf, Philipp Schäuble, Özhan Berk, Jan Beifuß, Marius Hogg und Matthias Rauser auf den Nagolder Kunstrasen, und nach gut einer Stunde gelang dem Ex-Altburger Rauser der entscheidende Treffer zum 2:1-Sieg (62.).

Jetzt folgt der Härtetest

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist beim VfL Nagold vorrangig die Defensive gefragt. Der Auftritt des Oberligisten in der ersten Runde beim Landesliga-Aufsteiger SV Wittendorf hat gezeigt, dass sich der SSV Reutlingen aktuell in Sachen Abschluss noch schwertut. Das hatte sicherlich auch am harten Trainingslager in Bondorf gelegen, wo sich das Team von Trainer Mark Stingel die Fitness für die kommende Runde erarbeitet hatte.

Wittendorf konnte zur Halbzeit jedenfalls die „Null“ mit in die Kabine nehmen. Das Pokal-Aus mit 0:3 (Tore von Riccardo Gorgoglione/50. und 89. sowie Roman Kaiser/90.) kam erst in der Schlussminute zustande. Damit wird die zweite Runde im wfv-Pokal für den VfL Nagold der erste echte Härtetest – und gleich zu einem Gradmesser. Auch im Vergleich zum SV Wittendorf, denn der Aufsteiger aus Loßburg (Kreis Freudenstadt) ist am 19. August der erste Heimspielgegner der Nagolder.