Der Monat zeigte sich von einer ungewöhnlich milden und nassen Seite. Statt winterlicher Kälte dominierten Regen, trübe Tage und hohe Temperaturen.
Hatte der Winter im Januar wenigstens zu Beginn noch einige kalte Tage, war es im Februar nahezu ein Voll-Ausfall der Jahreszeit. Weder Schnee noch Frostwetter, dafür aber viel Regen und milde Temperaturen bestimmten den Wetterablauf. Hätte es nicht noch einige sonnige Tage zum Monatsende gegeben, wäre das Ergebnis der Sonnenscheindauer desaströs gewesen.
Das erste Februardrittel verlief zwar nicht völlig niederschlagsfrei, doch es gab immerhin auch einige Tage mit sonnigen Abschnitten bei Temperaturen im oberen einstelligen Bereich. Ab dem 10. folgte für zwei Wochen eine durchweg regnerische Periode mit teilweise auch ergiebigeren Niederschlägen. Die Temperaturen waren dabei wenig winterlich, nur über die Fasnetstage sorgte ein Einschub kälterer Luft, vor allem am Fasnetsmontagnachmittag, für ein ordentlichen Wintergewitter mit feinkörnigem Hagel. Die letzten vier Tage des Monats versöhnten dann mit einer milden und sonnigen Hochdruckwetterlage. Wenn auch nicht in Wolfach, aber dafür im ebenfalls im Ortenaukreis gelegenen Ohlsbach wurde am 27. mit 23,0 Grad ein neuer Monatsrekord gemessen.
Temperaturen deutlich über Durchschnittswerten
Wie wenig Winter im Februar war, zeigt sich in der Auswertung der Tagesmittelwerte. Diese waren mit Ausnahme weniger Tage nach der Monatsmitte durchweg und zum größeren Teil deutlich über den langjährigen Durchschnittstemperaturen. Bis zu sechs Grad wärmer war es vom 11. bis 13. und in gleicher Weise nochmals vom 22. bis zum Monatsende. Es überrascht nicht, dass der Monatsdurchschnitt mit 5,8 Grad um 3,5 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 lag. Damit fielen seit 2019 alle Februarmonate zu warm aus. Bemerkenswert ist auch, dass es im ganzen Monat nur einen einzigen Frosttag gab, was bisher seit 1958 noch nie vorgekommen war, im Durchschnitt kommt es auf 16 Tage.
Nach Niederschlagsdefiziten im Dezember und Januar zeigte sich der Februar von der nasseren Seite. Gemessen wurden an der Station 153,4 Liter/Quadratmeter, was einem Plus von 60 Prozent entsprach. In den Tallagen kam es nur am 15. und 17. zu kurzen Schneefällen oder Schneeregen. Am frühen Nachmittag des 16. wurde der Wolfacher Narrenumzug durch ein Wintergewitter mit kräftigem Regen und auch kleinkörnigem Hagel gehörig durchnässt, was zur Folge hatte, dass das nachfolgende Festspiel abgesagt wurde.
Wenig erfreulich war die Ausbeute an Sonnenstunden. Ganze 48,3 Stunden konnten gezählt werden, damit fehlten 37 Prozent zum langjährigen Durchschnitt. Zehn Tage des ohnehin kurzen Monats blieben ganz ohne jeden Sonnenstrahl. Besonders trübe und mit insgesamt nur 2,7 Sonnenstunden zeigte sich der Zeitraum vom 10. bis 24. Zuletzt war der Februar 2016 noch weniger besonnt. Auch im Februar setzte sich das windschwache Wetter fort. Die früher bekannte und gebrauchte Wetterregel „Im Hornung (Februar) müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln“ scheint ihre Bedeutung verloren zu haben. Noch in den 1990er-Jahren sind uns die schweren Orkane des Februar 1990 in Erinnerung.
Statistik
Monatsmittel:
+5,8 Grad Abweichung:
+3,5 Grad (Mittel +4,2 Grad) Maximum:
+16,9 Grad am 27., Minimum:
-1,3 Grad am 18. Frosttage:
1 Tag ( -15 Tage), Bodenfrosttage: 8 Tage Niederschlagssumme:
153,4 Liter/Quadratmeter (160 %) Größte Tagesmenge:
18,1 Liter/Quadratmeter am 21. Niederschlagstage:
21 ( +6 Tage) Schneefalltage: 2 Tage ( -5 Tage, Schneedeckentage: 0 Tage (-7 Tage) Sonnenscheindauer:
48,3 Stunden (63 %) .