Die Stadt Freudenstadt stellt sich auf einen heftigen Wintereinbruch ein – und warnt die Bevölkerung.
Der Winterdienst des Baubetriebsamts der Stadt Freudenstadt stellt sich auf einen heftigen Wintereinbruch ab Donnerstag ein. Oberbürgermeister Adrian Sonder ruft die Einwohner der Stadt dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben.
Grund sind Warnungen der Wetterdienste, die zum Wochenende ein Sturmtief mit Orkanböen, Schneefällen und Blitzeis in ganz Deutschland vorhersagen. Die ersten Ausläufer werden bereits am Donnerstag erwartet. Erst am Sonntag soll sich die Lage allmählich beruhigen.
Sonder empfiehlt, je nach Wetter möglichst zu Hause zu bleiben und Einkäufe etwa von Lebensmitteln frühzeitig zu tätigen. „Wir wissen nicht, was bei uns tatsächlich an Schnee und Eisglätte ankommt. Aber jeder kann sich darauf einstellen. Sicher ist sicher“, wird Sonder in einer Pressemitteilung zitiert. Außerdem empfiehlt er, nach dem möglichen Schneesturm Bäume und Wälder zu meiden. „Erfahrungsgemäß besteht dann Lebensgefahr durch herabstürzende Äste oder umfallende Bäume.“
Bei Blitzeis braucht es Geduld
Das Baubetriebsamt (BBA), das den Winterdienst im Stadtgebiet leitet, geht mit maximaler Mannschaftsstärke in die nächsten Tage. „Wir sind personell, maschinell und materiell gerüstet“, so Amtsleiterin Gabriele Zürn. Sie bittet alle Einwohner, Räumstrecken frei zu halten und Straßen nicht zuzuparken, um dem Winterdienst die Arbeit nicht unnötig zu erschweren. Bei Blitzeis zähle auch Geduld. „Die Straßen sind nicht sofort eisfrei, wenn das Streufahrzeug durchgefahren ist“, so Zürn. Erfahrungsgemäß wirke das Salz nach etwa einer halben Stunde.
Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass Straßen und Wege nach einer klaren Prioritätenliste geräumt und gestreut werden. In extremen Wettersituationen werden vor allem die Hauptdurchgangsstraßen der Kategorie eins geräumt.
Räum- und Streupflicht von Einwohnern
Insgesamt betreut das BBA im Verbund mit beauftragten Dienstleistern im Stadtgebiet Freudenstadt 273 Streckenkilometer, vom Gehweg über Radweg sowie Wanderweg und Straßen. Dazu kommen Bushaltestellen, Parkplätze, Schulhöfe und Friedhöfe. Parallel sind etwa 130 Streukisten gefüllt und an zentralen Stellen aufgestellt. Das Streugut stellt die Stadt den Bürgern zur Verfügung.
Die Verwaltung erinnert noch einmal an die Räum- und Streupflicht der Einwohner. Nach der Satzung der Stadt sind diese verpflichtet, die Gehwege entlang ihrer Grundstücke im Winter verkehrssicher zu halten. Die Gehwege müssen von Montag bis Freitag bis 7 Uhr, am Samstag bis 8 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr geräumt und gestreut sein. Bei Bedarf ist mehrfach zu räumen und zu streuen. Diese Pflicht endet um 21 Uhr. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.freudenstadt.de/stadtrecht.