Die Regenmengen lagen deutlich über dem Durchschnitt, entsprechend fehlte es an Sonnenschein. Insgesamt war der gesamte Winter um mehr als zwei Grad zu warm.
Der Februar war in Furtwangen der viertwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1979. Damit waren inzwischen 34 Monate in Folge überdurchschnittlich warm.
Gleichzeitig erreichten die Niederschläge Platz fünf in der bisherigen Statistik, während die Sonne sich nur spärlich am Himmel zeigte.
Mit einer Mitteltemperatur von 2,6 Grad an der Wetterstation auf dem Kussenhof war der Februar um 3,8 Grad zu mild, gemessen an den bisherigen Aufzeichnungen. Bezogen auf die internationale Referenzperiode 1991 bis 2020 war der Februar um 3,9 Grad zu mild. Wärmer war es bisher nur in den Jahren 2024 (4,3 Grad), 1990 (3,6 Grad) und 2020 (2,8 Grad) gewesen. Damit war auch der meteorologische Winter der mit dem Februar zu Ende ging, bei einem Mittelwert von 1,2 Grad um 2,4 Grad zu mild. Der Winter 2025/26 lag damit auf Platz fünf der bisherigen Messungen.
Die Extremwerte bewegten sich zwischen minus 4,5 Grad am 18. Februar und 18 Grad am 27. Februar. Der Höchstwert blieb nur knapp unter dem bisherigen Rekordwert von 19 Grad im Februar 1991.
Auch der Tiefstwert war extrem mild; in etwa 70 Prozent aller Jahre fiel die Temperatur in der Vergangenheit auf zweistellige Minusgrade. Am kältesten war es im Februar in den Jahren 1986 und 2012 mit Tiefstwerten von jeweils minus 20,5 Grad.
Die Niederschläge waren mit 239 Litern pro Quadratmeter üppig. Sie lagen um 55 Prozent über dem langjährigen Mittelwert und erreichten damit den höchsten Wert seit sechs Jahren. Mit 51 Litern pro Quadratmeter war der 11. Februar der regenreichste Tag des Monats. Diese Menge war aber nicht ungewöhnlich; der Rekordwert liegt bei 139 Litern an einem einzigen Tag im Februar 1990.
Da sowohl der Dezember und auch der Januar recht trocken waren, blieb der Winter in der Gesamtbilanz deutlich unter dem Normalwert: Mit 432 Litern pro Quadratmeter wurden gerade 77 Prozent der üblichen Menge erreicht. Nur etwa alle vier Jahre ist der Winter derart trocken.
Nur wenig Schnee
Aufgrund der hohen Temperaturen fielen nur etwa 15 Prozent der Niederschläge als Schnee. Im langjährigen Mittel gehen rund die Hälfte der Februar-Niederschläge in Form von Schnee nieder. Die maximale Schneehöhe in diesem Februar betrug gerade 25 Zentimeter zum Monatsanfang; der historische Rekordwert im Februar war 1981 mit 196 Zentimetern verzeichnet worden. Damals lag der Monatsmittelwert bei 149 Zentimetern, in diesem Jahr gerade bei zwölf Zentimetern. Im langjährigen Mittelwert ist im Februar mit einer Schneedecke von 36 Zentimetern zu rechnen. Auch in der Winterbilanz war der Schnee in diesem Jahr spärlich vorhanden: Auf gerade sechs Zentimeter belief sich die durchschnittliche Schneedecke in den vergangenen drei Monaten – normal sind nach den bisherigen Aufzeichnungen 26 Zentimeter.
Ein trüber Monat
Zugleich war der Februar so trüb, wie zuletzt im Jahr 2020. Gerade 45 Kilowattstunden Sonnenenergie fielen pro Quadratmeter ein, womit der Normalwert nur zu 90 Prozent erreicht wurde. Da aber der Januar und vor allem der Dezember überdurchschnittlich sonnig waren, endete der Winter immer noch mit einem Plus beim Sonnenschein in Höhe von elf Prozent. Damit war es trotz des trüben Februars der sonnigste Winter seit neun Jahren.
März beginnt mit viel Sonne
Mit Tageswerten nahe am theoretischen Maximum von vier Kilowattstunden pro Quadratmeter begann der März. Damit erreicht die Sonneneinstrahlung bereits das Doppelte dessen, was zur Zeit der kürzesten Tage maximal möglich ist. Im März ist im Mittel mit 90 Kilowattstunden pro Quadratmeter zu rechnen – also mit doppelt so viel Sonne, wie sie der zurückliegende Februar brachte.
Die Temperaturen erreichen in diesem Monat im Mittel einen Wert von 1,6 Grad. Somit war der zurückliegende Februar sogar wärmer als ein mittelmäßiger März. Die Erwärmung ist deutlich erkennbar: In den 1980er Jahren kam der März noch auf einen Mittelwert von 0,3 Grad, in den 2020er Jahren liegt er bisher um volle drei Grad darüber.
Klimawandel beeinflusst Schneehöhe
Entsprechend macht sich der Klimawandel auch ganz massiv bei den Schneehöhen bemerkbar. In den 1980er Jahren lag die mittlere Schneehöhe im März noch bei 48 Zentimetern, in den 2000er Jahren waren es noch 31 Zentimeter und im bisherigen Verlauf des Jahrzehnts liegt der Wert gerade bei drei Zentimetern.