Der November zeigte sich heuer von der winterlichen Seite mit erstem Schneefall. Foto: Otto

Der November brachte einen frühen Wintereinbruch – obwohl er im Mittel abermals zu mild war. Die Niederschläge erreichten wieder den Normalwert.

Der November war abermals ein relativ milder Monat. Gleichwohl brachte er überdurchschnittlich viel Schnee. Die Niederschläge erreichten annähernd den Normalwert, die Sonne zeigte sich reichlich am Himmel.

 

Bereits am 20. November wurden an der Wetterstation auf dem Kussenhof 30 Zentimeter Schnee gemessen – so früh gab es zuletzt im Jahr 2007 eine solche Menge. Im Monatsmittel lag die Schneehöhe bei 7,7 Zentimetern, das war der höchste Novembermittelwert seit 2017. Der langjährige Durchschnitt, der sich aus den Messungen seit 1979 ergibt, liegt bei 4,2 Zentimetern.

Die Niederschläge summierten sich im vergangenen Monat auf 156 Liter pro Quadratmeter; sie erreichten damit 94 Prozent des Normalwertes. Knapp 40 Prozent der Niederschläge fielen als Schnee. Der regenreichste Tag des Monats war mit 34 Litern pro Quadratmeter der 24. November. Das war ein vergleichsweise geringer Wert, denn Tageswerte von sogar über 50 Litern sind um diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich.

40 Prozent als Schnee

In den vergangenen Wochen hingegen regnete es häufig, aber eben oft nur geringe Mengen. So lag die Zahl der Niederschlagstage mit 21 über dem langjährigen Durchschnitt von 17 Tagen. Die Niederschlagsdauer wurde mit 154 Stunden ermittelt. Während 27 Stunden wurde Schneefall registriert, während weiteren 26 Stunden Schneeregen.

Mit dem November ging der kalendarische Herbst zu Ende, der mit 652 Litern Niederschlag pro Quadratmeter um 48 Prozent im Plus lag. Im 47. Beobachtungsjahr erreichte der Herbst damit den 7. Platz. Das ganze Jahr 2025 liegt bei den Regenfällen einen Monat vor seinem Ende mit 1652 Litern ganz knapp im Plus. Die Temperatur kam unterdessen auf einen Monatsmittelwert von 3,4 Grad und lag damit um 1,4 Grad über dem Durchschnitt der bisherigen Messungen. Bezogen auf die internationale Referenzperiode von 1991 bis 2020 war der November um 1,3 Grad zu mild. Die Extremwerte des Monats erreichten 20 Grad einerseits am 13. November und minus 12 Grad am 23. November. Bemerkenswert war anschließend eine Warmfront, die am 23. November Furtwangen erreichte. Nachdem die Temperatur morgens um 7 Uhr noch bei minus 12 Grad gelegen hatte, endete der Tag volle 15 Grad wärmer.

Warmfront im November

Während der Monatstiefstwert nicht ungewöhnlich war – im Jahr 1993 war es um diese Jahreszeit sogar minus 17,5 Grad kalt –, kam der Höchstwert nahe an den historischen Monatsrekord von 20,5 Grad im Jahr 1994 heran. Einen Allzeitrekord gab es gleichwohl: Noch nie wurde so spät im Jahr nochmals der Wert von 20 Grad erreicht; bisher war der späteste Tag, der diese Marke erreichte, der 5. November 1994 gewesen.

Der Herbst lag in seiner Bilanz um ein Grad über dem Normalwert, das Jahr 2025 bewegt sich aktuell um 1,9 Grad im Plus und wird je nach Verlauf des Dezembers vermutlich zwischen Platz 3 und Platz 6 in der bisher 47-jährigen Messreihe landen.

Einige Sonnenstunden

Recht gut präsentierte sich die Sonne im November. Mit 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter lag die Einstrahlung um 14 Prozent über dem Normalwert. In der Herbstbilanz blieb gleichwohl ein Defizit: Mit 190 Kilowattstunden pro Quadratmeter in den vergangenen drei Monaten wurde der Regelwert nur zu 93 Prozent erreicht. Das Jahr 2025 hat unterdessen sein Soll bereits überschritten: Am 7. November war der langjährige Einstrahlungswert von 1142 Kilowattstunden pro Quadratmeter schon erreicht. Alles, was seither noch einfällt, ist somit für Solaranlagenbetreiber ein Bonus.

Allzu viel Sonne wird nun im Dezember freilich nicht mehr hinzukommen, denn im Mittel strahlt nur 2,3 Prozent der Jahressumme im letzten Monat ein. Mit einem mittleren Dezember wird das Jahr 2025 bei einem Plus an Sonne von knapp fünf Prozent enden.

Viel Niederschlag

Zugleich hat die niederschlagsreichste Zeit des Jahres bekommen – mit durchschnittlich 218 Litern pro Quadratmeter liegt der Dezember unter allen Monaten an der Spitze. Im langjährigen Mittel ist der 19. Dezember der niederschlagsreichste Tag des Jahres. Er kommt durchschnittlich auf 10,7 Liter pro Quadratmeter und blieb nur in 22 Prozent aller Jahre trocken.

Die mittlere Schneehöhe, die zum Dezemberbeginn bei 12 bis 13 Zentimetern liegt, steigt auf 18 bis 22 Zentimeter in den letzten zehn Tagen des Jahres an. Der Rekordwert des Monats ist seit Jahrzehnten unerreicht: Im Jahr 1981 wurden im Dezember bis zu 182 Zentimeter Schnee gemessen – bei einem Monatsmittelwert von beachtlichen 133 Zentimetern.