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Wetter- und Astrofotografie Hobby-Fotograf aus Oberndorf sucht das perfekte Bild

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Sein Name ist Krauß – Joachim Krauß. Foto: Krauß

Er wartet manchmal stundenlang auf den perfekten Moment - Hobby-Fotograf Joachim Krauß ist Spezialist in Wetter- und Astrofotografie. An welchem Wettbewerb er teilgenommen hat und wie er das Fotografieren für sich entdeckt hat, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Oberndorf-Boll/Dunningen - Nebelschwaden unterhalb der Hornisgrinde, die immer wieder von Strahlen der untergehenden Sonne durchbrochen werden, so dass der Himmel zu glimmen scheint – das Motiv, das Joachim Krauß am 5. Dezember im Nordschwarzwald geknipst hat, wäre fast das Dezember-Wetterfoto der Landesschau Baden-Württemberg geworden. Ganz knapp schlitterte der Boller am ersten Platz vorbei.

Es ist schon das zweite Mal, dass der Hobby-Fotograf am Wettbewerb der Landesschau teilnimmt. Das erste Mal schaffte er es jedoch nicht unter die Top drei. "Ich erinnere mich genau, wie das Foto entstanden ist", sagt er über die Aufnahme, die den zweiten Platz belegt hat.

Bereits der Vorabend sei spektakulär gewesen. "Der ganze Himmel war grau, bis auf ein dünnes rotes Band am Horizont." Am nächsten Tag habe der Himmel immer noch so ausgesehen, erinnert sich der Boller, der mittlerweile in Dunningen wohnt.

Der perfekte Moment

Krauß machte sich mit seinem Equipment sofort auf den Weg. In Freudenstadt habe er sich durch die Nebelsuppe gekämpft, um dann von der Schwarzwaldhochstraße aus mit einem grandiosen Blick in die Rheinebene belohnt zu werden.

Überhaupt liebt der 50-Jährige die Landschaftsfotografie. Manchmal wartet er lange auf einen bestimmten Moment, in dem Stimmung, Atmosphäre und Wetter passen, um das perfekte Foto zu machen. Manchmal entsteht die ideale Aufnahme ganz zufällig, wie etwa einmal, als er eigentlich auf den Feldberg hinaufwollte, aber einen kurzen Zwischenstopp beim Schluchsee einlegte, um den Nebel über dem Wasser zu fotografieren.

Als dann noch zufällig ein Angler ins Bild gefahren kam, drückte Krauß den Auslöser und trat wieder die Heimfahrt an. "Ein besseres Bild hätte es nicht mehr geben können." Das richtige Motiv ist für ihn etwas Instinktives, ein Moment, in dem alles passt.

Geduld, eine Nase für das richtige Motiv und Freude am Experimentieren – all das zeichnet den Hobby-Fotografen aus. In jüngeren Jahren hat er viel Zeit mit Malen und Zeichnen verbracht, seine Passion für die Fotografie entdeckte er vor gut 15 Jahren auf einer Reise durch Südamerika.

Er beschäftigte sich immer mehr mit der Fotografie und ging dazu über, besonders mystische Landschaften ins Auge zu fassen. "Sie spiegeln wunderschöne, poetische und märchenhafte Welten wider", sagt der Boller. Die Natur erzähle eine Geschichte.

Besonders begeistern ihn die Berge. So war er bereits in den Alpen, in Peru am Machu Picchu, am Kilimanjaro in Tansania und in Nepal. Sein höchster Gipfel war der Ostgipfel des Guallatire in Chile 2016.

Mit Licht malen

Der heimatverbundene 50-Jährige ist aber auch viel in Oberndorf, im oberen Neckartal, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb unterwegs. "Ich fotografiere gern an der Schlichemklamm, der Ruine Albeck, der Burg Hohenzollern, dem Schloss Lichtenstein, dem Sigmaringer Schloss, am Plettenberg und an der Hornisgrinde", zählt er nur einige seiner liebsten Foto-Spots auf.

Für den Industriemeister ist das Fotografieren ein Hobby. Und auch wenn sein Traum wäre, mit den Fotos seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, so weiß er um die Bilderflut in sozialen Netzwerken. "Da muss man schon herausstechen." Ausstellen durfte er seine Fotos schon einmal 2017 beim Internationalen Medienfestival in Villingen-Schwenningen.

Neben der Landschaftsfotografie hat er sich auch auf die Nacht- und Astrofotografie sowie Lightpainting spezialisiert. Bei Letzterem wird mithilfe einer Langzeitbelichtung mit Licht in die Dunkelheit "gemalt", so dass auf dem Foto eine Form entsteht. "Ich mag es, wenn man etwas sichtbar macht, was das bloße Auge so nicht erfassen kann."

Ein weiteres Steckenpferd von Joachim Krauß ist die Lost-Places-Fotografie, etwa bei den Luftschutzanlagen in Oberndorf, aber auch in verlassenen Gebäuden oder mittelalterlichen Ruinen, die Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählen.

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