Der August war heiß und trocken. Abkühlung verschaffte ein Besuch im Schwimmbad. (Symbolfoto) Foto: dpa/Matthias Bein

Auch der August reiht sich in die warmen Monate des Jahres ein. Er war der zweitwärmste August seit Beginn der Furtwanger Wetteraufzeichnungen. Nicht nur die Tage sind wärmer geworden, auch die Nächte waren überdurchschnittlich mild.

Der zurückliegende August war der zweitwärmste seit Beginn der Furtwanger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1979, übertroffen alleine vom August 2003. Die Niederschläge blieben extrem gering, die Sonneneinstrahlung überschritt den langjährigen Durchschnittswert.

 

Der August war der 16. Monat am Stück, der in der Gesamtbilanz zu warm war, denn der einstweilen letzte Monat, der knapp unter dem Normalwert blieb, war der April 2023.

Temperaturen

Mit einer Mitteltemperatur von 17,8 Grad war der August an der Wetterstation auf dem Kussenhof um 3,4 Grad zu warm. An der Spitze liegt weiterhin der „Jahrhundertsommer“ vor 21 Jahren, als der August auf 20,0 Grad kam. Platz 3 belegt der August 2022 mit 17,3 Grad. Gleichwohl gab es in den letzten Wochen keine Hitzerekorde.

Der 24. August erreichte haarscharf die 30-Grad-Marke. Er war damit der wärmste Tag des Monats und auch des ganzen Sommers. Der historische Spitzenwert im Furtwanger August liegt bei 34 Grad.

Milde Nächte

Die letzten Wochen setzten damit einen Trend fort, der in den langjährigen Furtwanger Wetteraufzeichnungen deutlich hervortritt: Mehr noch als die Tage sind die Nächte wärmer geworden. Die Nächte zum 12. und zum 13. August kühlten jeweils nicht unter 17 Grad ab, häufig waren die Abende schwül. Fünf Nächte waren so mild, dass sie nicht unter 15 Grad fielen; normal sind es im August nur knapp zwei solcher Nächte. In diesem Jahr gab es insgesamt schon 14 solcher warmen Nächte – nur 2003 und 2015 gab es mehr. Normal sind im ganzen Jahr etwa fünf solcher warmen Nächte.

Meteorologischer Sommer

Der meteorologische Sommer, der mit dem August zu Ende ging, kam im Mittel auf 16,4 Grad und lag damit um 2,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Damit lag die Sommertemperatur im nunmehr 46. Beobachtungsjahr auf Platz vier. Das gesamte Kalenderjahr liegt nach acht Monaten um satte 2,7 Grad über dem Normalwert und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als das bisher wärmste enden. Das bisherige Spitzenjahr 2022 hatte um 2,1 Grad über dem Normalwert gelegen.

Niederschläge

Die Niederschläge unterdessen summierten sich im August auf genau 50 Liter pro Quadratmeter und erreichten damit nur rund 40 Prozent des langjährigen Durchschnittswerts. Trockener war der August bisher nur in den Jahren 1991 mit 19 Litern und 2016 mit 40 Litern.

Zwar brachte der August in diesem Jahr elf Regentage, doch die jeweiligen Mengen waren gering. Der regenreichste Tag war der 25. August mit bescheidenen 14,6 Litern pro Quadratmeter.

Auch der meteorologische Sommer war zu trocken. Nach einem etwas zu feuchten Juni und einem etwas zu trockenen Juli blieb aufgrund der Trockenheit im August am Ende ein Defizit von 16 Prozent.

Das Jahr 2024 liegt aktuell aufgrund des feuchten Frühjahrs bei den Niederschlägen aktuell noch rund zehn Prozent im Plus.

Sonneneinstrahlung

Die Trockenheit der letzten Wochen ging einher mit überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung, die im August rund acht Prozent im Plus lag. Der gesamte Sommer entsprach mit einem trüben Juni und einem leicht überdurchschnittlichen Juli genau dem langjährigen Durchschnitt. Das Jahr 2024 liegt aktuell rund fünf Prozent im Defizit, und es müsste noch ein sehr sonniger Herbst kommen, um zum Jahresende den Sollwert doch noch zu erreichen.

Ausblick auf den September

Mit dem September hat nun der trockenste Monat des Jahres begonnen: In den vergangenen 45 Jahren brachte er im Mittel 115 Liter pro Quadratmeter. Auch der trockenste Kalendertag des ganzen Jahres fällt in den September: Im Mittel war dies der 2. September mit durchschnittlich nur 1,5 Litern pro Quadratmeter.

Hinsichtlich der Regenhäufigkeit ist der 28. September der regenärmste Tag, denn er brachte in der bisherigen Messperiode nur in 29 Prozent aller Jahre Niederschlag. Der höchste Tageswert im September lag bisher bei 56,9 Litern pro Quadratmeter, was angesichts von Tageswerten bis zu 139 Litern in anderen Kalendermonaten sehr moderat ist.

Die Temperaturen im September erreichten bisher Werte zwischen 28,5 Grad (1987) und minus 3,5 Grad (1995). Der früheste Schneefall wurde in den letzten 45 Jahren am 25. September 2002 gemessen.