Trotz geringer Niederschläge und viel Sonne erreichten die Schneemengen im Januar 80 Prozent des statistischen Normalwerts. Der Monat war aber um ein Grad zu mild.
Anders als in weiten Teilen Deutschlands lagen die Temperaturen in Furtwangen im Januar über dem langjährigen Mittelwert. Trotz zugleich unterdurchschnittlicher Niederschlagsmengen und viel Sonne erreichten die Schneemengen hier immerhin 80 Prozent des statistischen Normalwertes.
Die Monatsmitteltemperatur lag an der Wetterstation auf dem Kussenhof bei minus 0,5 Grad und damit um 1,3 Grad über dem Durchschnitt der bisherigen Messungen, die bis 1979 zurückreichen. Bezogen auf die internationale Referenzperiode 1991 bis 2020 war der vergangene Monat um 1,0 Grad zu mild. Da der Januar in der jüngsten Vergangenheit aber oft extrem mild war, konnten die vergangenen Wochen im Vergleich dazu sogar kühl erscheinen: Der Januarmittelwert der 2020er Jahre liegt aktuell bei immerhin minus 0,1 Grad.
Die Tiefsttemperatur des vergangenen Monats wurde am 7. Januar mit minus 13,5 Grad verzeichnet, was grundsätzlich für den Furtwanger Januar keine ungewöhnliche Temperatur ist. Allerdings hat es eine solche Kälte zuletzt im Dezember 2022 gegeben. In früheren Jahren war es schon bis minus 25 Grad kalt – zuletzt gemessen im Januar 1987.
Eine weitere Zahl zeigt, dass die Kälte nicht ungewöhnlich war: An drei Tagen wurde die Marke von minus zehn Grad unterschritten. Im Januar 2017 waren es hingegen 13 Tage, in den Jahren 1985 und 1987 jeweils sogar 17 Tage.
Auffallend waren dagegen eher die Höchstwerte: Mit 12 Grad am Mittag war der 19. Januar der wärmste Tag. Eine so hohe Temperatur gab es in der Vergangenheit im Januar nur im Mittel alle fünf Jahre.
Die Niederschläge summierten sich im Januar auf 143 Liter pro Quadratmeter und erreichten damit nur Dreiviertel des langjährigen Durchschnitts. Die höchste Tagesmenge lag bei 28 Litern pro Quadratmeter, was ein sehr moderater Wert ist; im Jahr 1995 wurde mit fast 77 Litern der bislang höchste Januar-Tageswert verzeichnet.
Einst 154, jetzt nur noch 22 Zentimeter Schnee
Gut die Hälfte der Niederschläge fiel als Schnee. So kam der Januar an der Wetterstation auf eine mittlere Schneehöhe von 22 Zentimetern, was dem langjährigen Durchschnitt von 26 Zentimetern schon recht nahe kam. Es war der höchste Januarwert seit vier Jahren. Und doch zeigt ein Blick auf die Statistik früherer Jahrzehnte, was einst richtige Winter waren: Im Januar 1981 wurden im Mittel 154 Zentimeter gemessen.
Der höchste Einzelwert der vergangenen Wochen wurde mit 53 Zentimetern am 10. Januar verzeichnet. Zuletzt im Dezember 2023 war in Furtwangen eine solche Schneedecke gemessen worden. Der vergangene Winter war über 29 Zentimeter nicht hinausgekommen.
Die Sonneneinstrahlung summierte sich im zurückliegenden Monat auf 39 Kilowattstunden pro Quadratmeter und lag damit um 14 Prozent im Plus. Es war der sonnigste Januar seit vier Jahren. Mit einer eingestrahlten Energie von 2,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter war der 31. Januar der sonnigste Tag des Monats.
Doch andererseits gibt es um diese Jahreszeit auch Tage, die nicht einmal 0,2 Kilowattstunden pro Quadratmeter erreichen. Das ist die große Herausforderung bei der Nutzung der Solarenergie: Im Mittel entfallen nur 9,7 Prozent der Jahresmenge auf die drei Wintermonate, wohingegen die drei Sommermonate alleine auf gut 41 Prozent der Jahresmenge kommen.
Tage werden wieder länger
Die länger werdenden Tage machen sich an der Einstrahlung in den kommenden Wochen schon deutlich bemerkbar. Nachdem im Januar der theoretische Tageshöchstwert bei etwa 2,7 Kilowattstunden liegt, sind bis Ende Februar schon 4,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter möglich. In der Monatssumme kommen rund 50 Kilowattstunden zusammen.
Die Niederschläge haben ihren Höchstwert, der im Mittel im Dezember und Januar auftritt, nun überschritten. Mit 153 Litern pro Quadratmeter liegt der Februar bereits unter dem Januarwert von 188 Litern. Aber auch, wenn man berücksichtigt, dass der Februar kürzer ist als der Januar, sind die Regenmengen gegenüber dem Vormonat um rund zehn Prozent niedriger.
Statistisch schneereichster Tag steht noch aus
Die Temperaturen liegen im Februar etwa ein halbes Grad höher als im Januar, wobei der im Mittel kälteste Kalendertag des Jahres in den Februar fällt: Im Mittel der nunmehr 47 Beobachtungsjahre war das der 13. Februar. Und auch der statistisch schneereichste Tag steht noch bevor: Es ist der 24. Februar.