Mehr Sonnenstunden, weniger Regen und doch einige Tage Schnee: Das war der November 2025 in Freudenstadt. Wie stehen die Chance für eine weiße Weihnacht?
Zu warm mit erheblichen Temperaturschwankungen, in weiten Teilen zu trocken, mit viel Sonnenschein – das war der diesjährige November in Freudenstadt.
Am Unterschied zwischen Anfang und Mitte des Monats werden die extremen Schwankungen deutlich: Zu Beginn des Novembers entsprachen die Temperaturen denen, die Ende September zu verzeichnen sind – Mitte November fiel dann plötzlich der erste Schnee. Ab dem 23. November erfolgte eine leichte Milderung der Temperaturen bis zum Monatsende.
Ähnliches bestätigen auch die Daten von Marc Joussen von der Niederlassung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Stuttgart-Schnarrenberg. Die Werte stammen von der automatischen Wetterstation des DWD auf dem Kienberg aus knapp 800 Metern Höhe.
Wärmer als die letzten Jahrzehnte
Die Mitteltemperatur habe im November 4,7 Grad betragen, berichtet Joussen. Den Vergleichswert der Mitteltemperatur von 1991 bis 2020 von 3,5 Grad hat der Wert in diesem Jahr um 1,2 Grad übertroffen. 1961 bis 1990 waren es noch 2,5 Grad im Mittel – ein Plus von 3,5 Grad.
Die höchste Monatsmitteltemperatur seit 1951 halte der November 1994 – mit 6,6 Grad. Das Gegenstück dazu ist der November 1985 – mit einem Mittel von Minus 1,1 Grad.
Rekord in der zweiten Novemberwoche
Dennoch halte der diesjährige November einen Rekord, so Joussen weiter. Für die zweite Monatsdekade, vom 11. bis zum 20. November, sei am 14. November mit 18,4 Grad ein neuer Dekadenrekord gemessen worden.
Am 5. November 1994 habe es eine noch höhere Messung gegeben – mit 20,2 Grad. Der kälteste Tag im Monat war hingegen der 22. November. Hier sei eine Temperatur von Minus 10,7 Grad – auf zwei Metern Höhe – nachgewiesen worden.
Sieben Tage Schnee am Kienberg
Es gab zehn Frosttage, drei Eistage (mit einer Höchsttemperatur von 0 Grad in zwei Metern Höhe) und 15 Tage mit Bodenfrost. Das Niederschlagsmittel lag bei 85,2 Litern – im Zeitraum von 1991 bis 2020 waren es 142,4. Den Rekord hält der November 2023 – mit 411,4 Litern.
Die Sonnenstunden haben hingegen zugelegt. Mit 98,8 Stunden erfüllte sie das Monatsmittel von 1961 bis 1990 – mit 79,1 Sonnenstunden – zu 124,9 Prozent. 1991 bis 2020 waren es 69 Stunden. Der Sonnenschein-reichste November bleibt der aus dem Jahr 1978 – mit 156,9 Sonnenstunden. Das Schlusslicht bildet der November 2023 mit gerade einmal nur 21 Sonnenstunden.
Wie die Chancen auf weißen Weihnachten stehen? Die seien zumindest vorhanden, meinte DWD-Experte Joussen. Immerhin lag auf dem Kienberg an sieben Tagen Schnee. Der 11. November brachte es sogar auf elf Zentimeter. Für den Kniebis meldete DWD Wetterbeobachter Friedhelm Frick an elf Tagen Schnee mit einer Höhe von zwei bis 15 Zentimetern.