Mit dem Sommerwetter im diesjährigen Juli konnte man wahrlich zufrieden sein. Der Juli war wärmer als üblich - er war recht sonnig und der Juli war auch etwas zu trocken, auch wenn man dies anders in Erinnerung hat.
In der Tat: Letzteres trifft nicht auf den ganzen Landkreis zu – die Gewitter entluden sich unterschiedlich, und so gab es zu nasse als auch zu trockene Orte im Kreisgebiet.
Der Juli 2024 brachte es auf eine Mitteltemperatur von 19,3 Grad – also um 0,9 Grad zu warm, auf 75,3 Liter Niederschlag und 283,4 Sonnenscheinstunden. „Sommertage“ wurden heuer 20 gezählt und es gab sieben „heiße Tage“. Also sowohl bei den „Sommertagen“, als auch bei den „heißen Tagen“ ein sattes Plus.
Zum Monatsanfang war von Sommer noch nichts zu spüren. Der Juli legte einen Kaltstart hin mit Temperaturen unter 20 Grad und begleitet von Wind und Regen.
Immer wieder Gewitter
Der erste „Sommertag“ mit 25,1 Grad wurde dann auch erst am 6. Juni erreicht. Und nach der „kältesten Nacht“ mit nur noch 9,2 Grad folgte auch schon der erste „heiße Tag“, der 9. Juli, mit 30,7 Grad Celsius.
Am 10. Juli entlud sich am späten Nachmittag an der Station ein schwaches Gewitter, welches von der Station aus gesehen von Südwest nach Südost entlang den Albbergen zog. Der Regenmesser zeigte danach „nur“ 6,4 Liter pro Quadratmeter an. Aus dem Raum Winterlingen-Straßberg wurde dagegen von Sturmschäden und Hagelschauern berichtet.
Mächtig viel Regen in kurzer Zeit
Auch im zweiten Monatsdrittel ging es auf und ab mit der Temperatur und auch mit Regen fast an jedem dritten Tag. In der Summe kamen im zweiten Monatsdrittel 30,1 Liter pro Quadratmeter zusammen. Die Mitteltemperatur lag bei 20,5 Grad und es gab 8 „Sommertage“ und 3 „heiße Tage“ mit jeweils 30,2 Grad.
Am 19. Juli blitzte und donnerte es erneut an der Station. Hans Katz, begeisterter Hobby-Wetterbeobachter, meldete glaubhaft, dass es bei diesem Gewitter in Albstadt-Lautlingen 39,5 Liter innerhalb von 30 Minuten geregnet hätte.
Hochdruckgebiet bringt Hitze zu uns
Das dritte Monatsdrittel stand im Witterungsverlauf dem zweiten nicht nach. Nun gab es längere trockene Abschnitte, und die Landwirte konnten endlich mit der überfälligen Heuernte beginnen. Zum Monatsende bestimmte das Hochdruckgebiet „Halil“ unser Wetter und führte aus dem Mittelmeerraum hochsommerliche Wärme heran, welche dann am 30. Juli die Temperatur auf den Höchstwert vom Monat und bisher vom ganzen Jahr auf 33 Grad ansteigen ließ. Der Monat endete mit nochmals einem „heißen Tag“ mit 32,5 Grad und mit einem schwachen Gewitter.