Etwas zu warm zu trocken und ungewöhnlich sonnig fielen Wetter und Temperaturen diesen November im Zollernalbkreis aus.
Auf milde Phasen in der ersten Monatshälfte folgte ein markanter Kälteeinbruch im November 2025, so dass der letzte Herbstmonat mit Frost und Schnee zum Ende hin bereits für winterliche Eindrücke sorgte.
In der Gesamtbilanz aber fiel der November in diesem Jahr ein wenig zu warm, um eine Nuance zu trocken und ungewöhnlich sonnig aus. Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer, registriert.
Die Durchschnittstemperatur im Zollernalbkreis stieg an
Die durchschnittliche Temperatur betrug plus 5,1 Grad Celsius; vergangenes Jahr waren es plus 4,7 Grad und im Durchschnitt der Vergleichsperiode – 1991 bis 2020 – verzeichnete der November in dieser Region plus 4,5 Grad. Zudem wurden 54,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und 116,2 Sonnenscheinstunden verzeichnet.
Insgesamt wurden in diesem Monat zwölf Frosttage registriert – Eistage (ganztägig unter null Grad) gab es zwei; normalerweise sind es elf Frosttage und ein Eistag. Regentage (Regen oder Schnee) mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden elf gezählt und in der Summe kamen 54,6 Liter pro Quadratmeter zusammen.
Geschneit hat es auf Stationshöhe an vier Tagen; Nebel wurde nur an einem Tag registriert – im Durchschnitt gibt es hierzulande vier Nebeltage. Der Wind frischte auch nur an einem Tagen bis auf Windstärke Sechs – 39 Kilometer pro Stunde und mehr – auf.
Die Sonne schien an der Beobachtungsstation beachtliche 116,2 Stunden lang; 2024 waren es 98,3 Stunden und von 1991 bis 2020 schien die Sonne im November hierzulande durchschnittlich 82,1 Stunden.
Kaum Regen, aber viel Sonne gab es in der ersten November-Hälfte
Der November begann verregnet und mit der höchsten Niederschlagssumme im Monat – mit 11,5 Litern pro Quadratmeter am Monatsersten. Danach wurde es sonniger und somit auch trockener.
Das ruhige Herbstwetter in den folgenden Tagen war dem Hoch Vianelde zu verdanken, das sich von Süddeutschland aus nach Osten bewegte und sich über Südosteuropa festsetzte. Es fungierte als Bollwerk gegen atlantische Tiefs, die dann zwangsläufig über Westeuropa halt machen oder nach Nordeuropa auswichen.
So gut wie kein Regen fiel vom 3. bis zum 15. November, dafür gab es 80,4 Stunden Sonnenschein. Damit war das durchschnittliche Sonnensoll von 82,1 Stunden im ganzen Monat schon zu 98 Prozent erfüllt.
Kurz vor der Monatsmitte wehte zunehmend warme und mit Saharastaub trächtige Luft von der Iberischen Halbinsel nach Deutschland. Die Temperaturen kletterten dadurch auf 15 und mehr Grad, der Höchstwert von 21,7 Grad wurde am 13. November erreicht.
Kälteste Temperatur an der DWD-Station Meßstetten-Appental gemessen
Danach hielt der Winter Einzug mit Frost und Schnee. Grund war maritime Arktikluft, die unter Hochdruckeinfluss herangeführt wurde; an der Station zeigte das Thermometer am 23. November minus 10,5 Grad an.
Den tiefsten Wert des Monats im Zollernalbkreis meldete aber die DWD-Station Meßstetten-Appental auf 900 Höhenmetern mit 17,6 Grad – die DTN-Meteogroup-Station Albstadt-Doline auf 868 Metern Höhe in einer Kaltluftsenke liegend meldete gar minus 24,1 Grad Celsius.
Der erste Schnee an der Heselwanger Station fiel am 17. November
Der erste Schnee fiel an der Heselwanger Station am 17. November; zu einer geschlossenen Schneedecke reichte der Schneefall aber nicht aus. Mit diesem Tag endete die schneefreie Zeit an der Station, die im Jahr 2025 vom 17. März bis zum besagten 17. November dauerte.
Erneuten und diesmal kräftigeren Schneefall gab es am 20. November. Da lagen am darauffolgenden Tag drei Zentimeter Neuschnee auf dem Schneebrett. Meßstetten-Appental meldete mit zehn Zentimetern Gesamtschneedecke die mächtigste Schneedecke am 26. November.
Doch dann stellte Frau Holle das Bettenschütteln wieder ein – die Temperaturen zogen zum Monatsende hin wieder an, der Schnee taute im Regen weg, und mit dem Regen am 1. Advent verfehlte der November das Niederschlagssoll gerade noch um zwei Liter.