Am 11. Januar war der Freudenstädter Marktplatz von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Foto: Schwark

Der zurückliegende Januar brachte zwar phasenweise kräftig Schnee, war im langjährigen Vergleich aber dennoch zu warm.

Gefühlt war der Januar für manchen Freudenstädter Bürger zu kalt. Doch die Wetterbilanz, die Marc Joussen von der DWD Niederlassung in Stuttgart Schnarrenberg für die automatische DWD Wetterstation auf dem Kienberg zusammen gestellt hat, spricht eine andere Sprache.

 

So war der Januar verglichen mit dem Mittelwert der Jahre von 1991 bis 2020 (Minus 0,4 Grad ) um 0,3 Grad zu warm, was selbst Joussen erstaunte.Ansonsten war der Januar in Freudenstadt zu warm, trocken und etwas zu sonnig. Verglichen mit dem Mittelwert waren 20 Tage zu warm und elf Tage zu kalt.

30 bis 40 Zentimeter

Vom 10. bis zum 12. Januar wurden auf dem Kienberg vom automatischen Sensor Schneehöhen von 30 bis 40 Zentimetern aufgezeichnet. An insgesamt 18 Tagen im Januar lag auf dem Kienberg eine Schneedecke. Tatsächlich lag in Teilen von Freudenstadt über den gesamten Monat eine durchbrochene Schneedecke, die vom Sensor allerdings nicht erfasst werden konnte.

Der Kniebis erlebte nach der dortigen Wetterstation am 10. Januar sogar 47 Zentimeter Schnee. Dort lag über den ganzen Monat eine messbare Schneedecke.

Der wärmste Tag im zurückliegenden Monat war der 16. Januar mit plus 10,3 Grad. Am kältesten war es am 1.Januar mit minus 9,8 Grad.

26 Frosttage

Immerhin 26 Frosttage gab es im zurückliegenden Monat. Damit wurde der langjährige Mittelwert von 22,3 Tagen leicht übertroffen. Eistage – also ganztätigen Frost – gab es an zehn Tagen. Bodenfrost – gemessen fünf Zentimeter über dem Erdboden – gab es an 28 Tagen.

Beim Niederschlag wurde mit 114,1 Litern kein neuer Rekord erzielt. Gleichzeitig kommt der zurückliegende Monat auf 85,2 Sonnenstunden. Damit wurde der langjährige Mittelwert von 64,2 Stunden übertroffen. Ein neuer Rekord wurde aber nicht erreicht. Sonnenscheinreichster Januar bleibt der Januar 2006 mit 132,2 Stunden.

Enttäuschung für Ski-Fans

Für Wintersportler war der Januar eine Enttäuschung. Der große Stokinger Lift schnurrte nur an einem Tag, der Kinderlift etwas länger. Ansonsten war unterhalb des Kniebis nur an wenigen Tagen Wintersport möglich.

Doch für Wintersport-Fans gibt es noch Hoffnung. Denn nach neusten Voraussagen könnte es ab Mitte Februar nochmal schneien. Und auch die große arktische Kälte kann noch den Weg in den Schwarzwald finden.