Eindrücke vom Klepferwettbewerb. Foto: Ralf Graner Photodesign

Beim Fünfkampf an der Goaßl hatte die Jury des Rottweiler Klepferwettbewerbs die Qual der Wahl. 50 Kinder nahmen am Samstagnachmittag teil – und viele waren schon richtige Profis.

Schon von Weitem waren die lauten und rhythmischen Peitschenschläge zu hören. Wer sich um den abgesperrten Bereich vor dem Alten Rathaus herum ein Plätzchen zum Zuschauen ergattern konnte, war gut beraten, sich bei Schuhmachermeister Karlheinz Auch oder den Mitarbeitern des Kinder- und Jugendreferats noch schnell ein paar Ohrenstöpsel zu besorgen.

 

Die teilnehmenden Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren gaben alles. Denn, am Ende unter den Siegern des Klepferwettbewerbes auf der Tribüne neben den Mannen der Narrenzunft stehen zu dürfen – für jeden der Kinder ist das Traum.

Doch zuvor gilt es in allen fünf Kategorien gut abzuschneiden. Den weißen Gänseflügel so häufig wie möglich zu treffen, ist eine von ihnen.

Doch auch Wissen rund um die Goaßl, Wissen rund um die Rottweiler Rössle und das Klepfen nach Lautstärke werden bewertet. Zum Schluss muss beim Freien Klepfen, jeder zeigen, was er kann – und der Jury entgeht dabei nichts. Diese bestand in diesem Jahr übrigens neben den beiden alten Hasen Dominikus Sautermeister und Robin Auch, auch aus einem Neuzugang aus der Altstädter Narrenzunft. Gerhard Hipp – selbst erfahrener Rösslemann komplettierte die Jury.

Die Sieger

Rund drei Stunden später standen dann die Sieger fest. In der Altersklasse 6 bis sieben Jahre belegte Gabriel Mehne den ersten Platz, gefolgt von Joris Labriga und Luis Tkacz auf den Plätzen zwei und drei.

Bei den Acht- bis Zehnjährigen landete Ben Schwenke vor Joah Lochmann und Raphael Müller auf Platz ein.

Leon Schwarz gewann bei den Elf- und Zwölfjährigen vor Sameas Ettwein und Lian Bettien. Und in der Altersklasse 13 bis 15 sicherte sich Yannic Niebann den ersten, Elias Mossmann den zweiten und Luis Icfendogan den dritten Platz.

Dem Sieger winkte jeweils eine nigelnagelneue Goaßl, für die Zweitplatzierten gab es einen Kinogutschein, und wer sich auf den dritten Platz geklepft hatte, der durfte mit einer Schnupfdose – randvoll mit Süßigkeiten – nach Hause gehen. Doch auch die anderen Nachwuchsklepfer gingen nicht leer aus. Für jeden hatte Bettina Auch einen Zwick parat. Und den kann man in den nächsten Tagen ja nun wirklich gut gebrauchen.