Bereits 2021 beteiligte sich Lauterbach am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Kommission lobte viele Punkte, der Sieg ging aber nicht nach Lauterbach. Foto: Dold

Der Gemeinderat hat den Weg für die Teilnahme am 28. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ freigemacht.

Mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss bekräftigte das Gremium die Absicht, sich für die nächste Wettbewerbsrunde, die voraussichtlich den Zeitraum 2027 bis 2029 abdeckt, vorzubereiten.

 

Lauterbach beteiligte sich bereits im Jahr 2021 am Wettbewerb. Damals erhielt die Gemeinde zwar Lob für viele Initiativen. Da viele Projekte aber noch in der Umsetzung und nicht abgeschlossen waren, wurden andere Gemeinden noch besser bewertet.

Frühe Vorbereitung

Nun also der erneute Anlauf: Nachdem der Gemeinderat im März 2024 entschieden hatte, an der Runde 2024 bis 2026 nicht teilzunehmen, um ausreichend Vorbereitungszeit zu gewinnen, folgt nun die frühzeitige Weichenstellung für die nächste Runde.

Der Beschluss, bereits jetzt die Teilnahmeabsicht zu formulieren, soll sicherstellen, dass bis zur offiziellen Ausschreibung und Anmeldung Anfang 2027 durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) eine fundierte Vorarbeit geleistet werden kann.

Der Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt wird, zielt darauf ab, die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume sowie bürgerschaftliches Engagement zu fördern.

Projektgruppe wird eingesetzt

Für eine erfolgreiche Bewerbung ist eine intensive Vorbereitung notwendig. Aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat die umgehende Einsetzung einer Projekt- und Steuerungsgruppe „Unser Dorf hat Zukunft“. Der Sieg bei diesem Wettbewerb wird auch als „Dorf-Oscar“ bezeichnet.

Diese Gruppe wird sich aus Vertretern des Gemeinderats, der Verwaltung, Vereine, der Kirche, Schule sowie interessierten Bürgern zusammensetzen. Ihr Auftrag umfasst die Erstellung einer detaillierten Stärken- und Schwächenanalyse, die Entwicklung eines Leitbildes für die Gemeinde sowie die Formulierung konkreter Maßnahmen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dem Gemeinderat fortlaufend berichtet werden.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, die Bürger zeitnah über die geplante Teilnahme zu informieren und zur Mitwirkung einzuladen. Für die notwendige Moderation, Workshops und Sachkosten wurde ein Planungsbudget zur Verfügung gestellt.