Starke Ergebnisse verzeichnete der Bitzer Westernreiter Grischa Ludwig ­- hier auf "West Coast Trash" beim "NRHA Breeders Derby" im oberpfälzischen Kreuth. Foto: PressOnly

Die Profi-Trainer von Ludwig Quarter Horses haben mit ihren über fünfjährigen Pferden im oberpfälzischen Kreuth verbracht, um sich mit den besten Pferden und Reitern Europas beim "NRHA Breeders Derby" zu messen. Sie kehrten mit vielen Spitzenplatzierungen zurück.

LQH-Cheftrainer Grischa Ludwig nahm mit drei Pferden an dem Reining-Spitzenevent für Pferde ab fünf Jahren teil: "Gunnit Hollywood", "Don Magnetic" und "West Coast Trash". Grischa Ludwig machte es Rennen um den Champion-Titel gleich zu Beginn richtig spannend, als er mit "Don Magnetic"in die Bahn einritt. Er zeigte eine tolle Pattern und holte trotz eines kleinen Patzers 218,5 Punkte und ging damit frühzeitig die Führung in Level 3 und 4. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung", freute sich der Bitzer. "Das Pferd ist eigentlich von einem meiner Non Pros; aber es hat wirklich viel Talent. Ich hatte ein gutes Gefühl ›Don Magnetic‹ mitzunehmen, und es hat sich als richtig herausgestellt."

Ludwig hatte den Go Round Highscore von 218,5 bis zum 82. Starter inne. Dann trat der Doppel-Europameister mit "Gunnit Hollywood" an. Zusammen holten sie einen halben Punkt mehr – zweites Pferd, zweiter Highscore. "Ich freue mich sehr, dass ich diese Scores erreichen konnte, insbesondere weil ich ihn noch nicht so lange trainiere" war Grischa Ludwig nach seinem Ritt zufrieden. "Es ist toll, dass ich in Level 3 so weit vorne gelandet bin. Aber für mich zählt, dass ich alle drei Pferde mit guten Scores ins Level 4-Finale gebracht habe." Denn der erfolgreiche Westernreiter trat danach mit einem dritten und bisher erfolgreichsten Pferd an: "West Coast Trash". Mit ihm hatte der Bitzer dreijährig bereits ein hochkarätiges Jungpferdturnier und erzielte auch seinen eigenen Turnierhighscore. Mit einem überragenden Ritt holte das Duo 221 Punkte und damit den Einzug in das Finale. "Es sind so viele gute Reiter und insgesamt so viele Starter auf dem diesjährigen deutschen Derby. Ich kann mich an keine europäische Show in diesem Umfang erinnern – da wird es nur Lackschuh oder barfuß geben". mutmaßte der Profitrainer. Un mit dieser Vorhersage sollte der Schwabe Recht behalten. Im Finale legten alle Reiter nochmal etwas zu. Mit seinem ersten Finalpferd, "Don Magnetic", legte Grischa Ludwig mit 216,5 Punkten in Level 4 eine gute Leistung vor und übernahm damit die Führung, die ihm allerdings von seinem Konkurrenten Dominik Reminder mit "BMS Walla getcha Gun" streitig gemacht wurde. Aber Ludwig gelangen mit seinen beiden anderen Pferden "Gunnit Hollywood" und "West Coast Trash" noch zwei weitere großartige Ritte, für die er jeweils 219 Punkte bekam. Das bedeutete für ihn in der Endwertung zweimal Platz drei in Level 3 und 4, den er sich, aufgrund der sehr hohen Leistungsdichte, jeweils mit drei Kollegen teilen musste, und einmal Platz acht in Level 3. "Mit ›Gunnit Hollywood‹ und "West Coast Trash‹ sind mir nur leichte Fehler auf einem hohen Niveau unterlaufen. Deswegen hat es nicht für den Sieg gereicht", erklärte Grischa Ludwig. "Ich hätte die Pferde zum Sieg gehabt; aber über meine finale Platzierung kann ich mich echt nicht beschweren. Ich kann mich an kein Derby erinnern, an dem so viele und auch so viele gute Pferde und Reiter angetreten sind. Wir können auf unsere Leistung stolz sein", zieht der Bitzer ein positives Fazit, der auch zufrieden war mit den Auftritten seiner Teamkollegen Johannes Heil, der mit "A lunar Revolution" Rang acht in Level 1 belegte, und Amateurreiter Fabian Strebel, dem mit "M Snow Peral" sogar der Einzug in das Finale Non Pro Level 2, 3 und 4 gelang, wo er nach einem großartigen Ritt Rang drei in Level 2 holte, und mit den Plätzen fünf in Level 3 und vier in Level 4 ebenfalls gut abschnitt.