Schüler der Klassen 5a und 5b mit ihren Klassenlehrerinnen Britta Seifert und Katrin Braun (links). Foto: Sybille Rothe

Schüler der Kepler-Werkrealschule sammelten auf dem Freudenstädter Weihnachtsmarkt wichtige Erfahrungen in Organisation, Teamarbeit und Verantwortung.

Auch in diesem Jahr erhielten die Schüler der Klassen fünf und sechs der Kepler-Werkrealschule die Gelegenheit, „das echte Leben“ zu erleben. Trotz winterlicher Kälte standen sie am Verkaufsstand auf dem Freudenstädter Weihnachtsmarkt.

 

Im Schichtbetrieb boten sie Selbsthergestelltes an, wie gebastelte Schlüsselanhänger, Weihnachtskarten, Kerzen, frisch gebackene Plätzchen, Marmelade, Waffeln und wärmenden Punsch, schreibt die Schule in einer Mitteilung. Was für Außenstehende nach einer fröhlichen Vorweihnachtsaktion klingt, war für die Schüler ein anspruchsvolles Projekt, das viel Organisationstalent, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein verlangte.

Bereits Tage vor dem Verkauf wurde gebastelt, gebacken, verpackt und dekoriert. Besonders knifflig war die Frage: Wie viel Waffelteig und Punsch braucht ein Verkaufstag, ohne große Reste? Genau solche Überlegungen machten die Arbeit an einer Werkrealschule aus, heißt es weiter.

Vorbereitung auf das Berufsleben

Theorie werde nicht nur vermittelt, sondern praktisch erlebt: logistische Entscheidungen, Mengenplanung, Kostenkalkulation und angewandte Mathematik – Kompetenzen, die im Berufsleben unverzichtbar sind. Die Schüler erfahren hautnah, was wirtschaftliches Denken und verantwortungsbewusstes Handeln bedeuten.

Unterstützt wurden sie von ihren Klassenlehrern sowie der Elternschaft. Der Erlös fließe in die Klassenkasse und helfe, den geplanten Schullandheimaufenthalt kostengünstiger zu gestalten. Projekte wie dieses zeigten, warum die Werkrealschule unverzichtbar bleibt, heißt es weiter in der Mitteilung. Sie führe Schüler Schritt für Schritt an reale Anforderungen heran, stärke ihre Selbstständigkeit und bereitet sie auf das Berufsleben vor.